Kaufbeuren
ESVK will Spitzenreiter stolpern lassen

Zu Beginn seiner Karriere in Deutschland war Dominic Auger fünf Jahre lang, von 2001 bis 2006, ein Kaufbeurer Joker. Die Zeit im Allgäu hat das Leben des Kanadiers, der mit einer Kaufbeurerin verheiratet ist, nachhaltig geprägt. «Kaufbeuren ist so etwas wie meine deutsche Heimat», verrät der 33-jährige Verteidiger. Heute, Freitag (19.30 Uhr) allerdings kommt Auger im Trikot des EHC München und somit als Gegner in die Sparkassen-Arena. «Ich freue mich immer, in diesem Stadion zu spielen. Da ich aber kaum noch ESVK-Spieler kenne, wird das fast ein Spiel wie jedes andere», so Auger.

Das war nicht immer so. «Damals war ich furchtbar nervös und habe auch nicht gut gespielt», erinnert sich der Abwehrspieler an seine erste Rückkehr im Jahr 2006 nach seinem Wechsel nach Schwenningen. Da Auger beim DEL-Klub Kassel Huskies nicht zufrieden war, entschied er sich vor wenigen Wochen zum Wechsel an die Isar. «Ich bin Eishockeyspieler und will Eishockey spielen. In Kassel habe ich nicht die Chance zu mehr Eiszeit bekommen», erklärt Auger seine Entscheidung. Allerdings soll die zweite Liga nur eine Zwischenstation sein: «Ich bin gut genug für die DEL, also möchte ich auch dort spielen.» Mit dem Verein aus der Landeshauptstadt peilt der torgefährliche Verteidiger die Rückkehr in die Belletage des deutschen Eishockeys an. «Wir haben sehr viel Talent in der Mannschaft, allerdings wird der Aufstieg sehr schwierig», sagt Auger.

Verunsicherte Wertachstädter

Der nächste Schritt auf dem Weg zum Titel ist die Begegnung mit den Jokern. «Das wird ein hartes Stück Arbeit für uns. Kaufbeuren ist zu Hause immer stark», so Auger. Die Ausgangslage spricht jedoch eher für eine klare Angelegenheit: Während der souveräne Tabellenführer von der Isar, der zuletzt Dresden im eigenen Stadion 10:2 demütigte, mit breiter Brust anreist, sind die Wertachstädter, die am Sonntag in Bietigheim (Spielbeginn 18 Uhr) spielen, verunsichert. Noch kein Sieg 2010 und nur vier Dreier aus den letzten 28 Spielen sprechen Bände. «Der ESVK wird aus dieser Phase herauskommen. Als Spieler von München hoffe ich nur, dass das nicht am Freitag der Fall sein wird», lacht Auger.

Egal, wie es ausgehen wird, Auger wird nach der Partie ein gefragter Mann sein: «Die Familie meiner Frau und viele Freunde werden im Stadion sein.» Aufgrund dieser Verbundenheit zum Allgäu ist für Auger klar: «Ich werde meine Karriere beim ESVK beenden.» Wann das allerdings der Fall sein wird, steht noch in den Sternen. «Ich möchte noch ein paar Jahre DEL spielen. Wenn die Zeit dann passt, kehre ich nach Kaufbeuren zurück - am liebsten natürlich in der zweiten Liga.» Dann hätte Auger, der mittlerweile einen deutschen Pass hat, die Chance seine eigene Bestmarke von 44 Scorerpunkten in einer Zweitliga-Saison als Verteidiger zu verbessern. «So eine Statistik macht mich natürlich stolz», sagt Auger.

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Allgäuer Zeitung aus Kempten

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