Allgäu / München
Bergbauern: Mehr Finanzhilfen nötig

Einführung einer Milchkuhprämie im Berggebiet, Erhöhung der Ausgleichszahlungen für schwer zu bewirtschaftende Flächen, Anhebung der flächenbezogenen Grünlandprämie: Das sind nur einige der Forderungen, welche die Bayerische Arbeitsgemeinschaft für Bergbauernfragen jetzt an die Berliner Regierung gestellt hat.

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP «gibt uns die Hoffnung, dass unsere Vorschläge für eine nachhaltige Berglandpolitik nicht ungehört bleiben», heißt es in einer Resolution der Arbeitsgemeinschaft für Bergbauernfragen, die unter anderem von deren Präsident Alfons Zeller aus Burgberg (Oberallgäu) unterzeichnet ist.

Die Forderungen im Einzelnen

Im Einzelnen stellt die Arbeitsgemeinschaft folgende Forderungen auf (Auszüge):

DieGebietskulisse«Berggebiet» - also die geografische Definition, was alles unter diesen Begriff fällt - muss im derzeitigen Umfang erhalten bleiben.

ZurVorbereitung auf den Wegfall der Milchquote (ab 2015) muss eine Milchkuhprämie im Berggebiet - analog der früheren Mutterkuhprämie - eingeführt werden. Derzeit beträgt in Bayern die Milchkuhprämie 25 Euro pro Großvieheinheit (GV).

DieAusgleichszahlungen müssen an die allgemeine Kostenentwicklung angepasst werden - für Berggebiete um mindestens 50 Euro pro Hektar. Zurzeit beträgt die Spanne der Ausgleichszahlung 67 bis 200 Euro pro Hektar.

Dieflächenbezogene Grünlandprämie ist bis 2013 auf 350 Euro/Hektar anzuheben, die Modulationsgrenze, ab der Ausgleichszahlungen gekürzt werden, von derzeit 5000 Euro auf 10000 Euro.

BeiLänder überschreitender Bewirtschaftung durch ein Unternehmen dürfen keine Förderausfälle auftreten.

DieBerglandwirtschaft braucht Sonderregelungen, um praxis- und tiergerechte Kälberhaltungsformen in bäuerlichen Familienbetrieben zu ermöglichen. Das Verbot der Kälberanbindehaltung sollte für jene Betriebe entfallen, die nachweislich eine Weidehaltung durchführen.

DieWeideprämie sollte in Bayern von 30 Euro/GV auf 100 Euro/GV aufgestockt werden.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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