Abrechnungsfehler: Klinik zahlt Geld zurück

Allgäu | pem | Die Rot-Kreuz-Kliniken Bayern haben fehlerhafte Abrechnungen in ihrem Dr.Otto-Geßler-Krankenhaus in Lindenberg (Westallgäu) eingeräumt. Die Klinikleitung spricht von einem 'Systemfehler' in der EDV. 'Wir haben von dem versehentlichen Abrechnungsfehler Kenntnis, haben ihn aber auch längst und auf eigene Initiative beseitigt', erklärt Josef Sebastian Oswald, Geschäftsführer der Rotkreuz-Kliniken Bayern.

Einen Zusammanhang mit dem Vorwurf des systematischen Abrechnungsbetruges, den die Kaufmännische Krankenkasse mehreren Allgäuer Ärzten vorwirft, weist die Rot-Kreuz-Klinik, gegen die auch staatsanwaltlich nicht ermittelt wird, von sich: Von eventuellen Falschabrechnungen von Belegärzten habe man keine Kenntnis haben können. Jeder Belegarzt rechne seine Leistungen selbst mit der kassenärztlichen Vereinigung ab.

Das ZDF-Magazin Frontal 21 hatte über den Verdacht des Abrechnungsbetruges im Allgäu berichtet und in dem Zusammenhang auch das Dr.-Otto-Geßler-Krankenhaus in Lindenberg genannt. Tatsächlich hat es dort teilweise fehlerhafte Abrechnungen gegeben, wie Geschäftsführer Oswald gegenüber unserer Zeitung bestätigte. Die Klinik hatte demnach bei ambulanten Operationen, die Belegärzte vornahmen, zusätzlich zur Narkose auch die postoperative Überwachung der Patienten in Rechnung gestellt. Die gleiche Leistung hatten aber die Belegärzte abgerechnet. Eine Leistung wurde also doppelt bezahlt. Der Fehler sei bei einer EDV-Umstellung im Abrechnungssystem zum 1. April 2005 entstanden, erklärte die Klinikleitung gestern. Er sei bei einer der regelmäßig durchgeführten internen Rechnungsprüfungen 'identifiziert und behoben' worden. Entdeckt wurde der Fehler laut Unternehmensleitung im Sommer 2007. Danach seien die Krankenkassen 'umgehend informiert' worden. Derzeit läuft die Rückabwicklung der zu viel gezahlten Gelder nach Auskunft der Rotkreuz-Kliniken noch.

In den anderen Häusern, die die Gesellschaft in München und Würzburg betreibt, hat es die Abrechnungsfehler nach Angaben des Unternehmens nicht gegeben.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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