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Warnung
Versuchter Enkeltrick-Betrug: Neun Seniorinnen melden sich bei der Polizei in Kempten

Im Zeitraum vom Mittwoch, 11 Uhr, bis Donnerstag, 14 Uhr, wurden im Zuständigkeitsbereich der KPI Kempten insgesamt neun Damen im Alter von 72 bis 93 Jahren von unbekannten Tätern angerufen, die sich als Verwandte ausgaben.

Die Unbekannten erklärten, dass sie sich aufgrund eines Hauskaufes, oder aus anderen Gründen in einer Notlage befinden und dringend Bargeld benötigen würden. Gezielt wurden die Opfer über im Haus befindliches Bargeld, Gold, Schmuck oder andere Wertgegenstände ausgefragt.

Bis auf einen Fall erkannten die Geschädigten, dass es sich bei den Anrufern nicht um Verwandte, sondern um Betrugsversuche handelte und beendeten die Gespräche. Die Betrugsversuche fanden in Kempten, Oy-Mittelberg, Durach und in Füssen.

Masche in Füssen am Donnerstag

Unbekannte Betrüger haben in mindestens drei Fällen versucht, mit dem sogenannten Enkeltrick Bargeld zu erbeuten. Bei den Opfern handelte es sich jeweils um ältere Damen. Die Damen wurden von einer Frau angerufen, die sich als ihre Enkelin ausgab und vorgab in einer Zwangslage zu stecken. Außerdem fragte die vermeintliche "Enkelin", ob die Damen Bargeld im Hause haben. Wofür sie das Geld haben wollte, kam nicht mehr zur Sprache, denn die Angerufenen witterten den Betrugsversuch und legten auf.

Möglicherweise sind weitere Personen von den Enkeltrickbetrügern angerufen worden und haben sich nicht bei der Polizei gemeldet. Eine Geldübergabe ist nicht bekannt geworden. Das ist allerdings nicht immer so. Schon einige Male haben Betrüger auf diese Weise bis zu fünfstellige Summen erbeutet. Die Täter suchen sich meistens Seniorinnen und Senioren als Opfer.

Deswegen sind die jüngeren Angehörigen gefordert, immer wieder auf die kriminellen Maschen hinzuweisen und den Rat der Polizei weiterzugeben: Egal wer Geld fordert oder sich Geld leihen will, egal aus welchen Gründen - geben Sie niemals Geld an Fremde heraus! Bleiben Sie misstrauisch und alarmieren sie bei allen Verdachtsmomenten die Polizei über den Notruf 110.

Weiterer Fall geht glimpflich aus: Bank verständigt Polizei

In einem Fall hat es das Opfer aus dem Bereich Marktoberdorf einer aufmerksamen Bankmitarbeiterin zu verdanken, dass sie heute nicht 15.000 Euro ärmer ist. Die 90-jährige Dame war ebenfalls von einem angeblichen Neffen angerufen worden, der angeblich Bargeld zum Kauf einer Wohnung benötigen würde und war bereits mit dem Taxi zur Bank gefahren, um dort das Geld abzuheben.

Die Bankmitarbeiterin erkannte aber, dass die Frau Opfer eines Enkeltrickbetrügers geworden war und verständigte die Polizei. Die eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen der PI Marktoberdorf und der KPI Kempten hatten jedoch leider keinen Erfolg, da der Täter vermutlich durch den zu Besuch kommenden Sohn der Geschädigten verschreckt wurde, sodass er nicht zu einer Geldübergabe bei der Frau erschien.

Polizei warnt erneut

Die Polizei rät allen Mitbürgern noch einmal, bei Anrufen von angeblichen Verwandten nicht auf irgendwelche Forderungen einzugehen, sondern die Polizei zu verständigen.

Inzwischen sind auch Fälle bekannt geworden, bei denen sich die Täter am Telefon als Kriminalbeamter ausgeben und die Opfer dazu überreden, ihnen ihr Bargeld oder andere Wertgegenstände zur sicheren Aufbewahrung im Polizeitresor zu übergeben.

Angerufene sollten sich auch in diesen Fällen den Polizeinotruf unter der Nummer 110 wählen oder sich an ihre Polizeidienststelle wenden.

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