Kontrollen
Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung im Allgäu: Mann (28) versucht zu flüchten und bricht sich den Fuß

Symbolbild.

Die Polizei Füssen hat am Wochenende verstärkt Polizeikontrollen mit Beamten und einem Polizeihubschrauber zur Einhaltung der Ausgangsbeschränkung durchgeführt. Dabei wurden laut Polizei verschiedene Verstöße festgestellt. Brennpunkt in Füssen sei demnach der Bereich um den Alatsee sowie die Salober Alm. "Im Bereich Schwangau war die Rohrkopfhütte stark frequentiert", teilte die Polizei weiter mit.

Die Beamten bitten in diesem Zusammenhang ausdrücklich, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten. Es werden weiterhin verstärkt Kontrollen durchgeführt. Personen, die sich nicht an die Beschränkungen halten, müssen mit Bußgeldern rechnen. Auch auf Wanderwegen seien Gruppenbildungen nicht zugelassen und ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Weil das auf Bergwanderwegen oft nicht möglich ist, bittet die Polizei, diese Bereiche zu meiden und die Erholung im eigenen häuslichen Umfeld zu suchen.

Verstöße nach dem Infektionsschutzgesetz stellten die Beamten in Marktoberdorf fest. Eine Anwohnerin informierte die Polizei am Montagabend über eine Parte in einer Nachbarwohnung. Die drei Partygäste sollen laut Polizei offensichtlich bereits seit den Morgenstunden zusammengesessen haben, obwohl sie nicht im gleichen Hausstand wohnen. Sie erhalten nun eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz. Der 26-jährige "Veranstalter" wird außerdem wegen Ruhestörung angezeigt, so die Polizei.

Zudem wurden am Montagabend zwei 20-jährige Männer in Marktoberdorf angezeigt, die ohne triftigen Grund zusammen unterwegs waren.

Verstoß im Oberallgäu

Die Polizei Immenstadt wurde am Dienstag mehrmals zu einer Wohnung in Blaichach gerufen. Ein Zeuge hatte die Beamten darüber informiert, dass sich in einer Wohnung in der Heinrich-Gyr-Straße mehrere Personen getroffen hätten und sich lautstark unterhielten. Vor Ort trafen die Beamten auf den 33-jährigen Wohnungsinhaber und zwei Besucher im Alter von 28 und 46 Jahren.

Der 28-Jährige flüchtete durch ein offenes Fenster, als er die Polizisten sah. Der 46-Jährige wurde belehrt und der Wohnung verwiesen. Kurz darauf meldete sich der Zeuge erneut, dass der jüngere Besucher wieder im Haus sei. Als die Polizeibeamten erneut anrückten, versuchte der 28-Jährige wieder aus dem Fenster zu flüchten. Beim Sprung aus dem Fenster brach er sich laut Polizeiangaben vermutlich den Fuß. Der Rettungsdienst brachte den Mann ins Krankenhaus.

Als die Streife das zweite Mal abgerückt war, teilte der Zeuge mit, dass sich nun der 46-Jährige wieder in der Wohnung des 33-Jährigen aufhalten würde. Der Mann wurde in Gewahrsam genommen und nach Hause gebracht. Alle drei Personen müssen nun mit einer Anzeige rechnen.

Verstoß im Westallgäu

In Wasserburg fiel einer Polizeistreife am Montagnachmittag eine Gruppe Jugendlicher am Bahnhof auf. Als die Beamten anhielten, flüchteten die fünf Jugendlichen. Drei von ihnen konnte die Polizei allerdings anhalten. Sie hatten keinen triftigen Grund, sich am Bahnhof zu treffen. Außerdem fanden die Beamten bei einem 16-Jährigen eine laut Polizei "ganz kleine" Menge Marihuana und eine fremde Bankkarte. Die Karte hatte er nach eigenen Angaben gefunden und unterschlagen. Es folgten entsprechende Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz, dem Betäubungsmittelgesetz und wegen Unterschlagung, teilte die Polizei mit.

Verstöße im Unterallgäu

In Bad Wörishofen wurde wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkung ein Ordnungswidrigskeits-Verfahren gegen fünf Personen eingeleitet. Laut Polizeiangaben trafen sich zwei Jugendliche am Bahnhof und hielten den vorgeschriebenen Mindestabstand nicht ein. Die Polizei nahm die Personalien auf und verständigte die Eltern der Minderjährigen.

In einer Wohnung kontrollierten die Beamten drei weitere Personen. Einer der Männer hatte die beiden anderen spontan besucht, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Nach Erkenntnissen der Polizei hat dieser Personenkreis die Ausgangsbeschränkungen bereits mehrfach missachtet. 

Wie die Polizei weiter mitteilt, konnten die Betroffenen in allen Fällen keinen triftigen Grund für das Treffen nennen. Sie alle müssen nun mit einer Bußgeldanzeige durch das Landratsamt Unterallgäu rechnen.

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