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Unerlaubte Einreise: Bundespolizeiinspektion Kempten greift 2018 rund 2.000 Personen auf

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Im Jahr 2018 hat die Bundespolizeiinspektion Kempten rund 2.000 Personen aufgegriffen, die versucht hatten unerlaubt nach Deutschland einzureisen. Über die Hälfte dieser unerlaubt Eingereisten verweigerten die Bundespolizisten die Einreise. Die aktuellen Fälle aus dem neuen Jahr (1.- 16. Januar) zeigen, dass eine schnelle Zurückweisung teilweise nicht nur in die Nachbarstaaten Deutschlands, sondern auch auf dem direkten Luftweg ins Heimatland möglich ist.

Am Mittwochmorgen (16. Januar) beendeten Lindauer Zollbeamte die Reise einer Serbin und übergaben die junge Frau an die Bundespolizei. Die 19-Jährige war mit dem Fernreisebus über die BAB 96 unterwegs in die Schweiz. Die Reisende war jedoch ohne erforderlichen Aufenthaltstitel unterwegs und hatte ihre erlaubte Kurzaufenthaltsdauer im Schengenraum bereits überschritten. Die Serbin musste 270,- Euro Sicherheitsleistung für die Rückführungskosten entrichten und bereits am gleichen Nachmittag wieder zurück nach Belgrad fliegen.

Bereits am Samstag (12. Januar) haben Lindauer Bundespolizisten einen Albaner innerhalb von acht Stunden von der Grenze ins Flugzeug nach Tirana gebracht. Der 25-Jährige hatte versucht mit dem Fernreisebus über die BAB 96 unerlaubt nach Deutschland einzureisen. Der Mann hatte seinen erlaubten visafreien Kurzaufenthalt im Schengenraum über Monate hinweg verlängert ohne im Besitz eines hierfür erforderlichen Aufenthaltstitels zu sein. Nachdem der Südosteuropäer eine Sicherheitsleistung von 840,- Euro hinterlegt hatte, ging es für ihn von München nach Tirana.

Kemptener Beamte stoppten bereits am Tag zuvor (11. Januar) auf der BAB 7 einen Albaner, der mit einer Fahrgemeinschaft von Italien nach Deutschland reiste. Der Mann konnte keine Dokumente für seinen bereits länger andauernden Aufenthalt in der EU vorweisen. Nach der Zahlung von 650,- Euro Sicherheitsleistung ging der 30-Jährige nach nur 12 Stunden an Bord des Fliegers in sein Heimatland.

Am Grenztunnel Füssen nahmen Kemptener Bundespolizisten (10. Januar) einen Ägypter vorläufig fest. Der 43-Jährige war mit Hilfe eines Schleusers zur deutsch-österreichischen Grenze gelangt und besaß keine Dokumente für seine Einreise nach Deutschland. Bereits in der Nacht zuvor stellten Bundespolizisten den Mann als Beifahrer in der Kontrollstelle an der BAB 7 fest und wiesen ihn aufgrund der unzureichenden Papiere nach Österreich zurück. Dieses Mal musste der Ägypter eine Sicherheitsleistung von 300,- Euro zahlen und noch am selben Abend auf den Flieger nach Kairo gehen.

Die schnelle Heimreise mussten auch ein Serbe (4. Januar) und eine Moldauerin (8. Januar) antreten. Beide versuchten jeweils mit einem Fernreisebus über die BAB 96 unerlaubt einzureisen. Die zwei Businsassen hatten ebenso ihre visafreie Kurzaufenthaltsdauer um mehrere Monate unberechtigt überschritten. Der polizeibekannte Serbe hatte zudem 2015 und 2017 bereits Asylanträge in Deutschland gestellt, welche abgelehnt worden waren. Für den 63-Jährigen startete nur 15 Stunden nach der Grenzkontrolle und Zahlung von 150,- Euro das Flugzeug nach Belgrad. Die 21-jährige Moldauerin flog am folgenden Morgen nach Zahlung von 140,- Euro zurück nach Chisinau.

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