Kempten
Traurige Bilanz: Starker Anstieg der tödlichen Verkehrsunfälle

Eine traurige Bilanz zeichnet sich 2009 im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West bei den tödlichen Verkehrsunfälle ab. Noch im Vorjahr konnte für diesen Bereich mit 55 Verkehrsopfern die niedrigste Zahl seit Jahrzehnten vermeldet werden (im Jahr 1999 lag diese Zahl noch bei 134 Getöteten) - Leider hat die positive Entwicklung der letzten Jahre nicht angehalten, so mussten bis zum heutigen Tage bereits 56 Personen erfasst werden, die ihr Leben im Straßenverkehr verloren haben.

Innerhalb von 8 Monaten mehr Verkehrstote als im gesamten vorherigen Jahr.

Bei einer Betrachtung der Unfälle wird deutlich, dass fast der gesamte Bereich von dem Anstieg betroffen ist. Besonders auffällig sind die Landkreise Unterallgäu mit 12 Toten und Neu-Um mit 10 Toten -in letzterem ist die Zahl um 66% gestiegen. Ebenso wird deutlich, dass die Hauptunfallursache mit über 20 Fällen ein Abkommen von der Fahrbahn ist.

Markant die Örtlichkeit: In 32 Fällen ereignete sich der Unfall auf einer Kreis- Staats- oder Bundesstraße außerhalb geschlossener Ortschaften. Vielfach verunglückten Zweiradfahrer; 13 Motorradfahrer und 10 Radfahrer von denen 8 keinen Helm trugen verloren ihr Leben. Bei den Radfahrern betrug der Anstieg ebenfalls 66% gegenüber dem Vorjahr.

Verstärkte Kontrollen

Aufgrund dieser Entwicklung im Verkehrsbereich finden bereits seit mehreren Tagen verstärkte Verkehrskontrollen statt. Schwerpunkt sind besonders die Bereiche Zweiradverkehr sowie Geschwindigkeitsüberwachung. Diese Kontrollen werden in den nächsten Wochen zusätzlich durch Kräfte der Bereitschaftspolizei unterstützt werden.

Die Notwendigkeit der Kontrollen zeigen auch die ersten Ergebnisse. So wurden im Westallgäu auf einschlägigen Strecken bereits mehrer Motorradfahrer auf ihrer Feierabendrunde bei massiven Geschwindigkeitsüberschreitungen ertappt. Bisheriger Höhepunkt 200 km/h auf einer Bundesstraße.

Mit dem zivilen Videokrad wurde eine Straßenverkehrsgefährdung dokumentiert, bei welcher der Gegenverkehr aufgrund eines verantwortungslos überholenden Kradfahrers bis zum Stillstand abbremsen musste. Auch technische Verstöße wurden festgestellt. Das lauteste Motorrad kam dank der Umbauten seines Besitzers auf 115dB.

Repression und Prävention

Die jetzt weiter verstärkten Anstrengungen im Bereich der Verkehrsüberwachung werden zeitgleich begleitet durch mehrerer Veranstaltungen im Rahmen der Aktion 'Sicher auf Bayerns Straßen'. Bei diesen Veranstaltungen wird das Gespräch mit den Bürgern und den Verkehrsteilnehmern gesucht und auf die Gefahren im Straßenverkehr hingewiesen.

Damit sich die Entwicklung bei den Verkehrstoten nicht weiter fortsetzt appelliert die Polizei eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer sich rücksichtsvoll und entsprechend den Verkehrsregeln zu verhalten. Insbesondere wird vor Geschwindigkeitsüberschreitungen außerhalb geschlossener Ortschaften, dem Radfahren ohne Helm sowie der Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gewarnt.

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