Verkehr
Schulanfang in Bayern am 15. September: Polizei gibt Tipps zur Schulwegsicherheit

Am Dienstag, 15. September 2015, befinden sich wieder viele Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal auf dem Weg zur Schule. Zur Minimierung von Gefahren auf dem künftigen Schulweg, legt die Polizei einige Ratschläge ans Herz. <%IMG id='1401418' title='Kinder im Straßenverkehr'%>

Kinder sehen die Welt mit anderen Augen und aus einer anderen Perspektive. Sie denken und verhalten sich anders als Erwachsene. Darüber handeln sie manchmal spontan, impulsiv und für Erwachsene nicht immer nachvollziehbar. Mangels Erfahrung, können sie Gefahren – vor allem die des Straßenverkehrs – oftmals nicht exakt einschätzen.

Aus diesem Grund intensivieren die Dienststellen des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West zum ersten Schultag die Überwachung der Wege hinsichtlich der Schulwegsicherheit, und merken an, dass die Sicherheit des Schulweges im Polizeialltag einen hohen Stellenwert besitzt. Auch die Verkehrswachten, alle anderen beteiligten Institutionen, vor allem aber auch viele ehrenamtliche Helfer arbeiten engagiert an der Sicherheit der Schulanfänger, die einer besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme bedürfen. Hinweise der Polizei:

Vorbildfunktion

Durch nachahmenswertes und rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr kann jeder recht einfach einen Teil zur Schulwegsicherheit beitragen. Für Kinder sind Erwachsene Vorbilder, von denen sie sich Verhaltensweisen abschauen.

DefensivesFahrverhalten

Rechnen Sie als Fahrzeugführer jederzeit mit kindlichen Fehlverhalten. Seien Sie bremsbereit und fahren Sie vorausschauend. Denken Sie bei Einmündungen an das Vorrecht von Fußgängern und Radfahrern.

Sicherheit durch Sichtbarkeit

Achten Sie auf helle Oberbekleidung Ihres Kindes mit reflektierenden Applikationen. Gerade in der dunklen Jahreszeit sind Fußgänger oft schwer zu erkennen, weshalb der Fachhandel beispielsweise für Schulranzen, Taschen oder Kleidungsstücke Reflektoren anbietet. Sie garantieren eine gute Erkennbarkeit, sind günstig im Erwerb und auch in kindgerechten Formen zu erhalten, um die Akzeptanz zu erhöhen.

Eile verleitet zur Unachtsamkeit

Wecken Sie ihr Kind rechtzeitig und schicken Sie es zeitgerecht zur Schule. Zeitnot und Hetze führen zu falschem Verhalten und erhöhen das Unfallrisiko deutlich.

Zu Fuß zur Schule – Schulweg üben

Wir empfehlen den Eltern, den Schulweg gemeinsam zu planen und mit kindgerechten Erklärungen zu üben. Zeigen Sie dabei mögliche Gefahren auf und erklären Sie diese. Seien Sie sich bewusst: Der kürzeste Weg ist nicht immer der Sicherste! Nutzen Sie die geschützten Querungshilfen wie Zebrastreifen, Verkehrsampeln oder Überwege. Idealerweise solche, an denen Schulweghelfer eingesetzt sind.

Kinder bzw. die Eltern sollten sich für den gemeinsamen Schulweg zu Weggemeinschaften verabreden. Das entlastet die Eltern und der Weg in der Gruppe macht den Kindern deutlich mehr Spaß. Ansonsten ist die Begleitung durch erfahrene Schüler ein unschätzbarer Vorteil.

Mit dem Rad zur Schule

Schulanfänger sind noch nicht in der Lage den Anforderungen des Straßenverkehrs gerecht zu werden. Lassen Sie Ihr Kind deswegen erst nach bestandener Radfahrprüfung in der vierten Klasse und mit Helm mit dem Rad zur Schule fahren.

Mit dem Schulbus zur Schule

Oftmals kommt es während des Wartens auf den Bus aus Langeweile zum Spiel und zur Unachtsamkeit an der Haltestelle. Dies ist eine Gefahrenquelle, die Sie erklären können. Zeigen Sie auch auf, dass die Straße weder vor noch hinter dem Bus überquert werden darf, sondern erst dann, wenn der Bus weg gefahren und die Sicht wieder frei ist.

Mit dem Auto zur Schule

Kinder sollen nur auf der dem Verkehr abgewandten Seite ein- und aussteigen; halten Sie möglichst so, dass keine Fahrbahn überquert werden muss. Außerdem muss für Kinder die kleiner als 150 cm sind bis zum vollendeten 12. Lebensjahr ein genehmigter und geeigneter Kindersitz benutzt werden.

Stichwort Elterntaxi: Das Aufeinandertreffen einer Vielzahl von Fahrzeugen vor der Schule zu Schulbeginn birgt oftmals eine erhebliche Gefahrenquelle, da manchmal in zweiter- oder dritter Reihe und auf Gehwegen geparkt, und Verkehrsregeln missachtet werden. Kinder müssen daher unübersichtlich zwischen den Autos über die Straße huschen.

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