Glätte
Schneebedingte Unfälle im Allgäu: Knapp 100.000 Euro Sachschaden an einem Tag

Symbolbild: Aufgrund des Schneefalls kam es am  11. März 2019 zu zahlreichen Unfällen im Allgäu.
  • Symbolbild: Aufgrund des Schneefalls kam es am 11. März 2019 zu zahlreichen Unfällen im Allgäu.
  • Foto: Mathias Wild
  • hochgeladen von Stephanie Eßer

Ostallgäu

Ein 75-Jähriger kam am Montagvormittag zwischen Untrasried und Hopferbach nach rechts von der Fahrbahn auf das Bankett ab. Aufgrund der Winterglätte brach das Heck seines Fahrzeugs aus und prallte auf der gegenüberliegenden Seite in ein Verkehrsschild. Durch den Aufprall überschlug sich der Wagen des 75-Jährigen und blieb schließlich auf dem Dach liegen. Der Mann wurde leicht verletzt. Der Sachschaden an dem Verkehrsschild sowie an dem Auto des Mannes beträgt etwa 7.300 Euro.

Unterallgäu

Bei Schneegestöber und schneeglatter Fahrbahn kam eine 81-jährige Autofahrerin in Dirlewang auf die linke Fahrbahnseite, überfuhr dabei teilweise eine Verkehrsinsel und geriet dann in den Gegenverkehr. Ein entgegenkommender Sattelzug konnte eine Kollision noch verhindern und wich nach rechts auf das Bankett aus. Dabei überfuhr der Lkw einen Straßenpfosten. Die 81-Jährige streifte im weiteren Verlauf zwei hinter dem Sattelzug fahrende Autos an der Fahrerseite. Nach der Verkehrsinsel blieb sie schließlich auf der linken Fahrbahnseite stehen. Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden von rund 8.000 Euro.

Am Montagmorgen kam ein 60-jähriger Autofahrer auf der Mindelheimer Straße in Hausen bei einem Schneeschauer ins Rutschen und prallte frontal mit einem entgegenkommenden Lkw zusammen. Grund für den Unfall war die nicht angepasste Geschwindigkeit des 60-Jährigen, so die Polizei. Der Mann wurde mit einer Brustkorbverletzung ins Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Lkw blieb unverletzt. Der Sachschaden am Lkw beträgt etwa 3.000 Euro. An dem 20 Jahre alte Wagen des 60-Jährigen entstand Totalschaden. Die Ortsdurchfahrt Hausen war für etwa eine halbe Stunde voll gesperrt.

Fast zeitgleich ereigneten sich vier weitere Unfälle während des Schneeschauers am Montagvormittag im Bereich der Polizei Mindelheim. Bei keinem dieser Unfälle kam es zu Personenschäden. Insgesamt entstand allerdings Sachschaden von rund 16.500 Euro.

Auf der Augsburger Straße in Türkeim kam ebenfalls am Montagvormittag eine 33-Jährige in einer Kurve auf schneebedeckter Fahrbahn ins Schleudern. Die Frau geriet in den Gegenverkehr und streifte den Wagen eines 61-jährigen Mannes. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden beträgt etwa 2.000 Euro.

Oberallgäu

Am Montagvormittag rutschte eine 32-Jährige mit ihrem Auto auf einen vor ihr wartenden Wagen. Die Frau kam aus Richtung Sonthofen und wollte in einen Kreisverkehr in Rieden einfahren. Aufgrund extremer Schneeglätte rutsche die 32-Jährige in das Auto vor ihr und schlitterte dann gegen die rechte Leitplanke. Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden in Höhe von rund 7.000 Euro. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Straßenabschnitt noch während der Unfallaufnahme vom Winterdienst geräumt und gestreut.

Am selben Tag fuhr ein 42-jähriger Lkw-Fahrer von Blaichach in Richtung Immenstadt, als er beim Abbiegen auf der schneeglatten Fahrbahn auf eine Verkehrsinsel abkam. Dabei beschädigte er ein Verkehrszeichen. Laut Polizeiangaben soll der Fahrer die Geschwindigkeit nicht an die Straßenverhältnisse angepasst haben. Der entstandene Sachschaden beträgt etwa 800 Euro.

Im Bereich des Wengener Tobels verlor ein 19-jähriger Mann auf schneeglatter Fahrbahn in einer Linkskurve die Kontrolle über seinen Wagen. Dabei rammte er das Auto eines entgegenkommenden 43-Jährigen. Dieser wurde durch den Aufprall in einen Straßengraben geschleudert. Der 19-Jährige sowie sein zehnjähriger Bruder blieben unverletzt. Der 43-Jährige wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus Kempten gebracht.

Auf der B19 im Bereich der Anschlussstelle Herzman kam ein 23-Jähriger, ebenfalls aufgrund der Schneeglätte, ins Schleudern und blieb in einer Böschung stecken. Seine Beifahrerin wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Bei dem Unfall entstand Sachschaden von rund 6.000 Euro. Während der Fahrzeugbergung musste die B19 kurzzeitig auf eine Fahrbahn verengt werden.

Westallgäu

Ein Sattelzug aus Rumänien kam am Montagvormittag am Ratzenberg bei Mellatz schneebedingt ins Rutschen. Er war mit drei Neuwagen beladen. Wie die Polizei mitteilte, rutschte der Lkw trotz vernünftiger Reisen mehrere Meter rückwärts, wobei er immer weiter auf die Gegenspur kam. Eine entgegenkommende 46-Jährige versuchte noch nach rechts ins Bankett auszuweichen. Dies gelang ihr aufgrund des hohen Bordsteins allerdings nicht. Durch den Lkw-Anhänger wurde die gesamte linkte Fahrzeugseite ihres Wagens aufgerissen. Laut Polizeiangaben soll der Sachschaden mindestens 15.000 Euro betragen. Der Lkw samt Anhänger wurde nahezu nicht beschädigt. Verletzt wurde niemand.

Ein 49-Jähriger kam aufgrund der Witterung auf der Strecke von Lindenberg nach Mellatz ins Schleudern. Der Mann geriet dann in den Gegenverkehr. Eine entgegenkommende Autofahrerin wollte noch nach rechts ausweichen, konnte ein Streifen der beiden Autos aber nicht mehr verhindern. Die Frau wurde durch Glassplitter der zerbrochenen Seitenscheibe ihres Wagens leicht verletzt. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden beträgt rund 20.000 Euro.

Wegen der Schneeglätte geriet ebenfalls ein 55-jähriger Autofahrer von der Fahrbahn ab und stieß in zwei Verkehrszeichen. Der Mann wollte an der Anschlussstelle Sigmarszell auf die Bundesautobahn A 96 in Fahrtrichtung Memmingen auffahren, als sich der Unfall ereignete. Der entstandene Sachschaden beträgt etwa 5.500 Euro.

Rund 9.000 Euro Sachschaden und ein nicht mehr fahrbereites Auto sind die Folgen eines Verkehrsunfalls, der sich am Montag gegen 10:00 Uhr an der Einmündung Maierhöfer Straße/ B12 ereignet hat. Ein 42-jähriger VW-Fahrer befuhr die Maierhöfer Straße, bog nach rechts auf die B12 ein und rutschte wegen Schneematschs in Richtung eines auf der Linksabbiegespur wartenden Audi. Zu einer Kollision zwischen dem Audi und dem VW-Fahrer kam es nicht. Ein aus Richtung Kempten kommender 28-jähriger Hyundai-Fahrer, der die Situation erkannte, bremste und geriet dabei selbst ins Rutschen. Im Einmündungsbereich kollidierte dieser mit dem VW, der nicht mehr fahrbereite Hyundai musste abgeschleppt werden.

Autor:

Stephanie Eßer

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