Verkehr
Schnee und glatte Straßen: Unfälle im ganzen Allgäu

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Im gesamten Allgäu ist es am Sonntag und am Montag zu teils schweren Verkehrsunfällen gekommen. Eine junge Frau (18) starb, mehr als 20 Menschen wurden verletzt. Der Sachschaden beträgt über 100.000 Euro.

Durach:

Stiefenhofen:

Eine 27-jährige Frau aus dem Oberallgäu war am Sonntagabend mit ihrem Pkw von Balzhofen kommend Richtung Simmerberg unterwegs, als sie auf schneeglatter Fahrbahn in einer leichten Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abkam.

Eine Leitplanke, auf der das Fahrzeug schließlich zum Stehen kam, verhinderte einen Absturz in den Tobelbach. Bei dem Unfall wurde beim Fahrzeug die Ölwanne aufgerissen, so dass Motoröl auslief. Dies konnte durch den gerufenen Abschleppdienst gebunden werden.

Des Weiteren wurde die Leitplanke massiv beschädigt. Unfallursächlich war, dass bei dem Fahrzeug bereits Sommerreifen aufgezogen waren. Die Unfallverursacherin erwartet deshalb eine Anzeige sowie ein Punkt in Flensburg.

Ist man jetzt noch verpflichtet, mit Winterreifen zu fahren? Was die Polizei und eine Versicherung dazu sagen, erfahren Sie im Podcast. Außerdem: Wie lange hält das Gruselwetter an?

Lindau:

Montagnacht ereigneten sich auf der A96 zwischen den Anschlussstellen Sigmarszell und Lindau mehrere Verkehrsunfälle. Ab kurz vor drei Uhr gingen bei der Polizei bereits vier Mitteilungen über Verkehrsunfälle wegen schneeglatter Fahrbahn ein.

Alle vier Fahrzeuge waren für die Witterungsverhältnisse mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs, kamen deswegen ins Schleudern und prallten gegen die Leitplanke. Verletzt wurde bei diesen Unfällen zum Glück niemand. Der Sachschaden an den vier Fahrzeugen sowie an den beschädigten Schildern und Leitplanken beläuft sich auf mehrere tausend Euro. Gegen alle vier Fahrzeugführer wurden Bußgeldverfahren eingeleitet, weil sie offenbar für die Witterunsverhältnisse zu schnell gefahren sind.

Ebenso wegen des Schnees ist ein Motorradfahrer auf dem gleichen Streckenabschnitt gestürzt. Er verletzte sich am Sprunggelenk, benötigte jedoch keine ärztliche Hilfe. Der Schaden am Motorrad beläuft sich hier auf ca. 100 Euro.

Um ca. 07.00 Uhr ging die Serie der Unfälle mit drei beteiligten Fahrzeugen weiter.

Wegen eines Unfalles in Österreich war der Pfändertunnel gesperrt. Es hatte sich ein Rückstau bis hinter die Anschlussstelle Sigmarszell gebildet. Hier übersah ein 59-jähriger Autofahrer das Stauende und fuhr auf ein stehendes Auto so auf, sodass er dieses auf den davor stehenden Lkw schob. Auch zu diesem Zeitpunkt herrschte an der Unfallstelle Schneeregen.

Beide Autofahrer wurden durch den Aufprall verletzt und ins Klinikum nach Memmingen gebracht. An den beiden Autos entstand ein geschätzter Totalschaden in Höhe von 8.000 Euro. An dem Lkw lediglich ein Schaden von 200 Euro. Beide Autos mussten abgeschleppt werden.

Um etwa 10.00 Uhr wurde die Polizei auf die B31 zu einem überschlagenen Pkw gerufen. Auch um diese Zeit fiel wieder Schnee und die Fahrbahn war glatt. Ein 39-jähriger Mann war mit seinem Auto zu schnell unterwegs und geriet trotz Winterreifen ins Schleudern. Er geriet nach links von der Fahrbahn ab und überschlug sich.

Er verletzte sich nur leicht, erlitt jedoch einen Schock und wurde ins Krankenhaus Lindau eingeliefert. Am Pkw entstand ein Totalschaden in Höhe von ca. 4.000 Euro. Auf der Autobahn kam es zu erheblichen Behinderungen und die Straßen mussten während der Bergungsarbeiten gesperrt werden.

Gegen 11.00 Uhr endete dann die Serie der Unfälle mit einem weiteren Totalschaden in Höhe von ca. 25.000 Euro ebenfalls auf der A96. Ein 21-jähriger Autofahrer fuhr auf schneebedeckter Fahrbahn zu schnell und kam ins Schleudern. Dadurch prallte er gegen einen Lkw und verletzte sich. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Auch dieses Auto musste abgeschleppt werden.

Stetten:

Am Sonntagabend fuhr eine 20-jährige Autofahrerin von Stetten in Richtung Markt Rettenbach. Zwischen Erisried und Mussenhausen kam sie bei nasser Fahrbahn ins Schleudern. Sie kam von der Fahrbahn ab und stieß schließlich an einem Wiesenbach gegen das Betonfundament einer kleinen Brücke.

Die Fahrerin wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. An ihrem Pkw entstand Totalschaden in Höhe von etwa 4.000 Euro. Die freiwillige Feuerwehr zog das Auto aus dem Bach.

Germaringen:

Am Sonntagmorgen fuhr ein 25-jähriger Kaufbeurer mit seinem Auto auf der B12 von Buchloe Richtung Kaufbeuren. Höhe Gutenberg geriet das Fahrzeug bei starkem Schneefall nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich und kam wieder auf den Rädern zum Stehen.

Fahrer und Beifahrer verletzten sich dabei leicht. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht. Wegen des Verdachts auf Alkoholeinfluss wurde beim Lenker zusätzlich eine Blutentnahme durchgeführt. Es entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von 20.000 Euro. Das Auto musste abgeschleppt werden.

Biessenhofen:

Sachschaden in Höhe von ca. 5.000 Euro entstand am Sonntagvormittag auf der B12 zwischen den Anschlussstellen Kaufbeuren und Marktoberdorf. Ein in Richtung Marktoberdorf fahrendes Auto mit Anhänger fuhr zu schnell und geriet ins Schleudern.

Das Auto kam nach links von der Straße ab und rutschte eine Böschung hinab. Der 20-jährige Autofahrer blieb unverletzt. Das beschädigte Auto mit Anhänger musste durch einen Abschleppdienst geborgen werden.

Unterthingau

Sachschaden in Höhe von ca. 11.000 Euro entstand Montag früh bei einem Verkehrsunfall auf der B12, Höhe Unterthingau. Eine von Kempten in Richtung Marktoberdorf fahrende Autofahrerin überholte im zweispurigen Bereich einen Sattelzug.

Bei winterlichen Straßenverhältnissen kam die 34-jährige mit ihrem Pkw ins Schleudern und touchierte den Sattelzug im Frontbereich. Dabei entstand am Auto Totalschaden und an der Sattelzugmaschine ein Frontschaden. Beide Unfallbeteiligten blieben unverletzt.

Ein weiterer Verkehrsunfall mit Sachschaden ereignete sich Montag früh auf der B12, Höhe Unterthingau. Ein in Fahrtrichtung Marktoberdorf fahrender 56-jähriger Autofahrer geriet beim Abbremsen bei winterlichen Straßenverhältnissen ins Rutschen.

Er kam nach rechts von der Straße ab und durchbrach einen Wildschutzzaun und die Umzäunung eines Firmengeländes. Das rundum beschädigte Auto kam anschließend auf dem Firmengelände zu stehen. Der Fahrer blieb unverletzt. Bei dem Verkehrsunfall entstand ein Gesamtschaden in Höhe von ca. 8.000 Euro.

Kraftisried:

Zu einem Verkehrsunfall mit Sachschaden kam es am Montag gegen 07.30 Uhr, auf der B12 zwischen den Anschlussstellen Wildpoldsried und Kraftisried. Eine von Kempten in Richtung Kraftisried fahrende 18-jährige Autofahrerin wurde im Bereich der Fahrspurverbreiterung von einem weißen Lieferwagen überholt.

Beim Überholvorgang kam das Lieferfahrzeug zu weit nach rechts. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, bremste die Autofahrerin ihr Fahrzeug ab und wich nach rechts aus. Dabei geriet sie auf die Bankette und touchierte anschließend mit der Beifahrerseite die Leitplanke.

An ihrem Auto entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 1.000 Euro. Der weiße Lieferwagen mit Aufschrift GLS und dem Teilkennzeichen KE-? setzte seine Fahrt in Richtung Kraftisried fort. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Marktoberdorf unter der Rufnummer 08342/9604-0 in Verbindung zu setzen.

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