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Polizei stellt mehr als 100 Verstöße gegen Ausgangsbeschränkung im Allgäu fest

Zahlreiche Menschen im Allgäu haben sich nicht an die Ausgangsbeschränkung gehalten (Symbolbild).
  • Zahlreiche Menschen im Allgäu haben sich nicht an die Ausgangsbeschränkung gehalten (Symbolbild).
  • Foto: David Yeow
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Die Polizei hat bei Kontrollen bezüglich der Einhaltung der Ausgangsbeschränkung im ganzen Allgäu zahlreiche Verstöße festgestellt: 

In Immenstadt ist am Samstagnachmittag bei der Polizei die Mitteilung einer Party in einer Privatwohnung eingegangen. Beide Wohnungsinhaber hatten Besuch von einem 23-jährigen Blaichacher und tranken gemeinsam Alkohol, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. 

Am Ufer des Großen Alpsees konnten die Beamten außerdem drei Oberstaufener im Alter von 23 bis 25 Jahren beim Biertrinken antreffen. 

Ebenfalls in Immenstadt sind drei Jugendliche am Samstagabend gemeinsam auf einer Parkbank gesessen. Sie hatten keinen triftigen Grund, sich dort zu treffen, heißt es weiter in der Mitteilung. Eine Person, die nun bereits zum fünften Mal gegen die Allgemeinverfügung verstoßen hat, führte geringe Mengen Betäubungsmittel mit sich. Die Polizei stellte die Betäubungsmittel sicher und leitete ein Strafverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz ein. 

Die Polizei wies alle angeführten Personen nochmals eindringlich auf die Einhaltung der Allgemeinverfügung hin. Außerdem erhielten die Personen einen Platzverweis. Sie müssen nun mit einer Anzeige nach den Infektionsschutzgesetz rechnen. 

In Buchloe sind am Samstag zwei Freunde gemeinsam durch den Ort spazieren gegangen. Die Polizei kontrollierte sie und stellte fest, dass die beiden laut Polizeimitteilung "nicht in einer häuslichen Gemeinschaft wohnen, sondern lediglich befreundet sind."

Des Weiteren hat die Polizei ein Auto kontrolliert, in dem drei Männer saßen. Laut Polizeiangaben fuhren die Männer von Asch, Lankreis Landsberg a. Lech, nach Buchloe. Sie gaben an, in Buchloe einkaufen gewesen zu sein, hatten aber keine Lebensmittel bei sich. Die Polizei ging deshalb davon aus, dass die Männer eine Spritztour durch Buchloe gemacht haben. 

Alle Personen erhalten auch hier eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetzt. 

In Markoberdorf hat die Polizei zwei Familien am Marktplatz kontrolliert, die sich laut Zeugenaussagen bereits seit rund einer Stunde dort aufgehalten und den Mindestabstand "in keinster Weise" eingehalten hatten. Das geht aus einer Mitteilung der Polizei hervor. 

In Stötten hat die Polizei demnach vier Familienangehörige in der Wohnung eines anderen Familienmitglieds angetroffen, welches nicht im selben Hausstand wohnt.

Die Polizei erteilte den Personen in beiden Fällen Platzverweise. Außerdem brachten die Beamten die begangenen Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige. Die Marktoberdorfer Polizei "weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, sich an die bestehenden Regeln zu halten, um die Ausbreitung des Corona Virus zu verlangsamen." 

Die Füssener Polizei hat am Samstag am Wanderparkplatz des Tegelbergs zwei Personen kontrolliert, die nicht in einer häuslichen Gemeinschaft leben und am Tegelberg wandern waren. Im Auto des Fahrers befand sich außerdem ein Schlagstock, den die Polizei sicherstellte. Der Fahrer muss nun mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen. 

In den Abendstunden hat die Polizei zudem ein Fahrzeug kontrolliert, dessen Mitfahrer sich nicht an die Ausgangsbeschränkungen hielten. Die Personen gaben laut Pressemitteilung der Polizei an, zuvor bei Verwandten gewesen zu sein, die nicht im selben Hausstand leben. Die Polizei Füssen ahndet diese Verstöße in Form von Ordnungswidrigkeiten. 

Auch in Kaufbeuren hat die Polizei Kontrollen bezüglich der einzuhaltenden Ausgangsbeschränkung durchgeführt. Am Samstagnachmittag tranken mehrere Kaufbeurer an der alten Weberei zusammen Alkohol. Damit haben sie gegen die geltenden Ausgangsbeschränkung verstoßen. Laut Mitteilung der Polizei waren die Personen uneinsichtig. Die Beamten leiteten ein Bußgeldverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz ein und sprachen ein Platzverweis aus. Die Betroffenen entfernten sich schließlich. 

Auch am Bärensee hat die Polizei eine Ansammlung zahlreicher Personen festgestellt. Die Polizei wies erneut auf die Einhaltung der derzeitigen Ausgangsbeschränkung hin und löste die Menschenansammlung auf. 

Laut einer Pressemeldung hat die Polizei in Lindau von Samstag auf Sonntag eine "Vielzahl von Verstößen gegen die Allgemeinverfügung der bayerischen Staatsregierung" festgestellt. Größtenteils handelte es sich um Jugendliche, die sich im gesamten Dienstbereich der Polizei Lindau in Gruppen getroffen haben. Die Jugendlichen erwartet nun eine Anzeige. Derartige Verstöße ahndet die Polizei in Lindau mit einem Bußgeld von 150 Euro. 

Im gesamten Dienstgebiet der Polizeiinspektion Memmingen haben sich laut Mitteilung der Polizei am Samstag fast 100 Menschen nicht an die Ausgangsbeschränkung gehalten. Die Polizei erwähnt beispielsweise, "dass weder private Feiern, zu der Personen außerhalb des eigenen Hausstandes eingeladen werden, noch Ausflugsfahrten mit dem Motorrad oder das Waschen des Privat-PKW zu triftigen Gründen zählen", die das Verlassen des eigenen Hauses gestatten. In nahezu allen Fällen erstattete die Polizei Memmingen und die Grenzpolizeigruppe Flughafen Memmingen Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz, die mit einer Ordnungswidrigkeit geahndet werden. 

Die Einhaltung der Allgemeinverfügung diene der Rettung von Menschenleben, so die Polizei in der Mitteilung. Die Infektionsketten sollen unterbrochen werden, "um so lebenswichtige Kapazitäten im Gesundheitssystem nicht zu überlasten." Im Zweifelsfall sollten Bürger vor unüberlegten Unternehmungen die FAQ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege zu Rate ziehen.

Auch in Türkheim/Ettringen hat die Polizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrere Personen wegen der geltenden Ausgangsbeschränkung kontrolliert. Insgesamt vier Menschen haben laut Mitteilung der Polizei dagegen verstoßen: Sie konnten keinen triftigen Grund für ihren Aufenthalt angeben. Alle vier Personen waren einsichtig. Trotzdem müssen sie mit einer Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz rechnen. 

Am Samstagmittag wurde die Polizei in Bad Wörishofen zu einer Ruhestörung gerufen. Ein 22-Jähriger hatte in seiner Wohnung eine Party mit mehreren Gästen gefeiert. Die Polizei löste die Party auf. Die Beamten ermitteln nun gegen den Gastgeber und seine Gäste wegen eines Verstoßes gemäß dem Infektionsschutzgesetz. 

Auch in Mindelheim kam es zu Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkung:

Am Samstagnachmittag gegen 14:30 Uhr hat die Polizei ein Auto mit zwei jungen Männern angehalten. Wie aus der Mitteilung ersichtlich, fuhren die beiden Männer mehrere Runden durch die Innenstadt. Sie fielen Passanten durch ihr Verhalten auf. Die Männer waren angeblich zum Basketball-Spielen nach Mindelheim gekommen. Sie wohnen in Thannhausen und Kirchheim in Schwaben, wodurch sie gegen die Ausgangsbeschränkung verstoßen haben. Die beiden erwartet nun eine Anzeige. Außerdem prüfe die Führerscheinstelle, ob der Fahrer überhaupt berechtigt ist, ein Auto zu fahren. Laut Polizei wecke sein Verhalten Zweifel an der geistigen Fähigkeit zum Führen von Fahrzeugen. 

Außerdem hat die Polizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Auto kontrolliert, das auf dem Parkplatz an der Nordsee in Mindelheim parkte. Drei Männer im Alter von 23 und 27 Jahren befanden sich im Auto. Sie gaben an, in unterschiedlichen Haushalten in Mindelheim zu wohnen und sich zum Rauchen getroffen zu haben. Laut Angaben der Polizei waren sie sich über die Bestimmungen zur Ausgangsbeschränkung bewusst. Alle drei müssen nun mit einer Anzeige rechnen.

Bereits in den vergangenen Tagen hat die Polizei Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung festgestellt: 

Mehrere Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung im Allgäu

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