Blitzmarathon 2019
Polizei Schwaben Süd/West zieht Bilanz: Negativ-Spitzenreiter 60 km/h zu schnell

Am Mittwochnachmittag laserte Polizeihauptkommissar Bernhard Löcherer am Parkplatz Weinhausen an der B12. Inspektionsleiter Bernhard Weinberger holte die Temposünder mit der Kelle aus dem fließenden Verkehr.
  • Am Mittwochnachmittag laserte Polizeihauptkommissar Bernhard Löcherer am Parkplatz Weinhausen an der B12. Inspektionsleiter Bernhard Weinberger holte die Temposünder mit der Kelle aus dem fließenden Verkehr.
  • Foto: Claudia Goetting
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Am Mittwoch, 03.04.19, fand bayernweit zum siebten Mal der Blitzmarathon statt. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West zieht für seinen Schutzbereich insgesamt eine positive Bilanz, auch wenn im Vergleich zum vergangenen Jahr mehr Fahrzeugführer beanstandet werden mussten. 

An 136 Messstellen waren 246 Beamte im Einsatz und überwachten die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer. Es wurde nicht nur mit stationären Anlagen gemessen, auch Handlasermessgeräte waren im Einsatz. 

Insgesamt, also durch stationäre und mobile Überwachungsgeräte, mussten in den vergangenen 24 Stunden 897 Verkehrsteilnehmer wegen Nichteinhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit beanstandet werden. Im Vergleich zum Vorjahr (763 Beanstandungen) ist das eine Steigerung um 17,5 Prozent.

Negativer Spitzenreiter war ein 28-Jähriger, der gegen Mitternacht auf der B308 bei Sigmarszell, im Bereich der Abfahrt nach Schlachters, mit 133 km/h gemessen wurde. Erlaubt waren dort 70 km/h. Der Mann muss mit einem Bußgeld von 240 Euro, zwei Punkten in Flensburg sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.

Der Polizei ist es auch heuer gelungen, durch offensiv angekündigte und medial präsente Berichterstattung das Thema Verkehrssicherheit ins Gedächtnis der Fahrer zu bringen. Nicht angepasste und überhöhte Geschwindigkeit zählt nach wie vor zu einer der Hauptunfallursachen im Straßenverkehr.

Im Jahr 2018 ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West 29.000 Verkehrsunfälle – die höchste Anzahl seit zehn Jahren. 5.901 Menschen wurden teils schwer verletzt, 55 Menschen starben. Rund 70 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle ereigneten sich außerhalb geschlossener Ortschaften und auf Autobahnen.

Bayernweit wurden innerhalb der 24 Stunden 10.821 Geschwindigkeitssünder erwischt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kündigte an: "Wir müssen auch weiterhin auf verstärkte Geschwindigkeitskontrollen setzen, solange noch so viele Unbelehrbare unterwegs sind." Für den Minister ist es unverständlich, dass es vielen Verkehrsteilnehmern immer noch nicht bewusst ist, wie gefährlich zu schnelles Fahren sein kann: "Raser setzen nicht nur ihr eigenes Leben auf Spiel, sondern auch das von anderen."

Autor:

Camilla Schulz aus Memmingen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil

1 Kommentar

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by Gogol Publishing 2002-2019