Gewahrsam
Mit Malariaverdacht ins Klinikum: Eritreer in Kempten in Gewahrsam genommen

Erneut sind in Kempten eingeschleuste Afrikaner aufgetaucht. Die Bundespolizei hat am Mittwoch (14. Mai) zwölf eritreische Staatsangehörige in Gewahrsam genommen. Einer der unerlaubt Eingereisten musste wegen Malariaverdachts ins Klinikum. Erst am Vortag wurden in Kempten elf Eritreer festgestellt.

Zunächst ging die verständigte Bundespolizei von sieben Personen aus. Die fünf Männer und zwei Jugendlichen aus Eritrea wollten mit dem Zug von Kempten in Richtung Ulm fahren. Ausweise oder Genehmigungen für einen Aufenthalt in Deutschland hatten sie nicht.

Bei den ersten Befragungen stellte sich heraus, dass diese Gruppe sowie weitere Landsleute mit unterschiedlichen Fahrzeugen in die Bundesrepublik gebracht und sowohl in Kempten als auch im Umland ausgesetzt worden waren. Bei einer Absuche des in Frage kommenden Umfeldes konnten Beamte der Kemptener Polizeiinspektion weitere Afrikaner ohne Papiere antreffen.

Schließlich waren insgesamt zwölf unerlaubt eingereiste Eritreer im Revier der Kemptener Bundespolizei. Sie gaben an, für rund 600 Euro pro Person in einem Pkw beziehungsweise einem Kleinbus von Mailand aus nach Deutschland geschleust worden zu sein. Zuvor seien sie mit einem Boot übers Mittelmeer bis nach Catania auf Sizilien gefahren.

Diese Schilderungen decken sich mit den Angaben der elfköpfigen eritreischen Gruppe, die bereits am Dienstag am Bahnhof angetroffen wurde. Wie sie wurden auch die Geschleusten vom Mittwoch bis auf einen jungen Mann an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München weitergeleitet. Da der 23-Jährige offenbar an Malaria erkrankt ist, musste er ins Krankenhaus eingeliefert werden. Dort steht er unter ärztlicher Beobachtung.

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