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Internationale Zusammenarbeit
Kriminalpolizei klärt Serie von Autoaufbrüchen in Kempten und der Region

Festnahme (Symbolbild)
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  • Foto: Alexander Kaya
  • hochgeladen von Holger Mock

Die Kriminalpolizei Neu-Ulm hat jetzt gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Tirol/Österreich eine Serie von Autoaufbrüchen aufgeklärt. Die Täter hatten Autos Premiumklassen BMW und Mercedes aufgebrochen, dabei Fahrzeugteile erbeutet, um diese dann teuer zu verkaufen.

Bereits Anfang März hat die Polizei in Günzburg zwei Männer auf frischer Tat ertappt, als die beiden Fahrzeugteile im Wert von 10.000 Euro aus zwei hochwertigen Fahrzeugen ausbauten und abtransportieren wollten. Einen der beiden, einen 25-Jährigen, haben die Beamten damals sofort festnehmen können. Der andere konnte fliehen.

Diesen zweiten Tatbeteiligten hat die Staatsanwaltschaft Memmingen daraufhin europaweit zur Fahndung ausgeschrieben. Im Juni haben rumänische Beamte den 29-Jährigen an der Grenze zu Moldawien festgenommen. Er wurde nach Deutschland ausgeliefert.

Die Kripo hat ermittelt, dass die beiden einige Tage vor dem Autoaufbruch in Günzburg bereits im Stadtgebiet Kempten fünf Fahrzeuge der Premiumklasse aufgebrochen hatten und Fahrzeugteile im Wert von 31.000 Euro gestohlen haben. Die Täter hatten es in all ihren Beutezeugen auf Multifunktionslenkräder, Airbags, Bordcomputer, Frontscheinwerfer, sowie in den Fahrzeugen abgelegte Sonnenbrillen und hochwertige Kleidungsstücke abgesehen. Die Vorgehensweise war in Kempten identisch wie in Günzburg.

Kurz nach den Autoaufbrüchen in Kempten wurden die Täter in Nord-Italien kontrolliert. Dort hatten sie mehrere hochwertige Fahrzeugteile und eine Vielzahl an Sonnenbrillen bei sich. Mithilfe des Bayerischen Landeskriminalamts und des Automobilherstellers BMW konnte die Polizei einige der sichergestellten Gegenstände den in Kempten und auch in Österreich angegangen Fahrzeugen zuordnen.

Gleichzeitig meldeten sich die Kollegen des Landeskriminalamts Tirol bei den ermittelnden Beamten in Neu-Ulm. Auch die österreichische Polizei hat umfangreiche gegen die Beschuldigten ermittelt. Sie sollen insgesamt 33 Autos der Marken BMW und Mercedes aufgebrochen und bestohlen haben. In Österreich machte eine Zeugin die Ermittler auf die Täter aufmerksam. Es entstand dort ein wesentlich höherer Schaden von 241.000 Euro.

Beide Täter sitzen jetzt wegen wegen gewerbsmäßigen besonders schweren Fall des Diebstahls aus Kraftfahrzeugen in Untersuchungshaft. Laut Polizei wurde die Öffentlichkeit erst jetzt über die Ermittlungen informiert wegen der laufender operativer Ermittlungen der italienischen Behörden.

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