Trauer bei Allgäuer Posern und Tunern
"Kontrollgruppe Poser- und Tuningszene": Polizei stellt 17 übertunte Poser-Autos sicher

Seit vier Wochen führt die "Kontrollgruppe Poser- und Tuningszene" nun regelmäßig Verkehrskontrollen durch. (Symbolbild)
  • Seit vier Wochen führt die "Kontrollgruppe Poser- und Tuningszene" nun regelmäßig Verkehrskontrollen durch. (Symbolbild)
  • Foto: Anita Sollner, Polizei
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Die "Autoposer"-Szene sorgte auch im Allgäu in den letzten Monaten zunehmend für Polizeieinsätze. Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West die "Kontrollgruppe Poser- und Tuningszene" gegründet. Seit vier Wochen führt die Kontrollgruppe nun regelmäßig Verkehrskontrollen durch, auch im Allgäu. Die bisherige Bilanz: 17 sichergestellte Fahrzeuge und 47 Anzeigen. 

"Schlagkräftige Einheit"

"Die 'Kontrollgruppe Poser- und Tuningszene' hat sich bereits in den vergangenen Wochen als schlagkräftige Einheit erwiesen", stellt Stadler, stellvertretende Leiter des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West fest. "Die Beamten haben die Szene im Blick und sind auch mit den benachbarten Polizeipräsidien gut vernetzt." 

Fahrzeughalter muss Kosten übernehmen 

Neben "diversen Verkehrsordnungswidrigkeiten" ahndete die Kontrollgruppe auch Straftaten wie Fahren ohne Fahrerlaubnis und Betäubungsmitteldelikte. Häufig wurden sicherheitsrelevante Mängeln an den Fahrzeugen festgestellt. So besaßen 28 kontrollierte Fahrzeugen keine Betriebserlaubnis mehr. Bei 17 Fahrzeugen waren die technischen Veränderungen so gravierend, dass die Polizei die Fahrzeuge sicherstellte. Teilweise wurden die Autos "vor den Augen der mehrheitlich ungläubig reagierenden Szenenangehörigen zum Gutachter abgeschleppt", wie es im Polizeibericht heißt. In solchen Fällen müssen die Fahrzeughalter das Gutachten und das Abschleppen bezahlen. Außerdem fallen auch regelmäßig hohe Kosten für den Rückbau der Fahrzeuge an. 

Stadler: "Werden konsequent sein"

Bei den Kontrollen gehe es ausdrücklich nicht darum, Personen zu kriminalisieren, die ihrem Hobby nachgehen und An- und Umbauten fachgerecht und ordnungsgemäß vornehmen, so die Polizei. Stattdessen gehe es um die Wenigen, die mit illegalem Tuning und durch gefährliche Fahrmanöver die Szene in Verruf bringen. Stadler kündigt an: "Illegale Kraftfahrzeugrennen, gefährliche Umbauten an Fahrzeugen und rücksichtslose Verkehrsverstöße werden wir nicht tolerieren und auch künftig konsequent zur Anzeige bringen."

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