Ermittlungen
Frau (63) in Kempten erstochen: Täter stellt sich nach fast fünf Jahren der Polizei

Fast fünf Jahre nach einem Mord in Kempten hat sich ein Tatverdächtiger gestellt.
  • Fast fünf Jahre nach einem Mord in Kempten hat sich ein Tatverdächtiger gestellt.
  • Foto: Alexander Kaya
  • hochgeladen von Michelle Aus dem Bruch

Vor viereinhalb Jahren gab es im Kemptener Stadtteil Stiftallmey einen Mordfall. Der mutmaßliche Täter stellte sich jetzt der Polizei.

Der Fall

Am 21. Dezember 2013 fanden Polizisten eine 63-jährige verwitwete Rentnerin tot in ihrer Wohnung. Bekannte hatten sie als vermisst gemeldet, nachdem die sonst zuverlässige Frau nicht zu einem Termin erschien und auch telefonisch nicht erreichbar war. Die Ermittlungen führte die Kripo Kempten. Sie hat dafür die Ermittlungsgruppe (EG) "Parterre" eingerichtet.

Rund 25 Beamte und Beamtinnen arbeiteten an dem Fall und führten zahlreiche Ermittlungen im Umfeld der Frau durch. Insgesamt sicherten sie über 150 Spuren rund um die Wohnung der Toten. Das Bayerische Landeskriminalamt und Gerichtsmediziner, die am Tatort waren, werteten die Spuren aus. Die Bevölkerung konnte nur wenige Hinweise geben.

Im Rahmen der Ermittlungen erließ das Amtsgericht Kempten Ende Dezember 2013 einen Haftbefehl gegen einen Mann, der damals als dringend tatverdächtig galt. Ende Januar 2014 wurde der Haftbefehl wegen zu weniger Beweise wieder aufgehoben und der Verdächtige auf freien Fuß gesetzt.

Tatverdächtiger stellt sich

Am vergangenen Mittwoch stellte sich ein 34-Jähriger der Polizei. Er ist bislang nicht polizeilich aufgefallen. Der deutsche Staatsbürger legte bei der Polizei ein detailliertes und umfangreiches Geständnis ab. Der Mann und das Opfer kannten sich flüchtig. Er wurde vorläufig festgenommen und der Kripo Kempten übergeben.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten wurde er dem Haftrichter am Amtsgericht Kempten vorgeführt. Dieser erließ einen Unterbringungsbefehl.

Kripo Chef Michael Haber: „Mit dem Geständnis des Tatverdächtigen ist für die Ermittler die Akte noch nicht geschlossen. Jetzt gilt es, mit weiteren Beweismitteln den Tatnachweis zu untermauern“. Die Ermittlungen dauern an.

Autor:

Michelle Aus dem Bruch aus Altusried

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