Fiese Masche
Frau (55) in Kempten fällt auf Betrüger herein: Über 75.000 Euro weg!

Online-Banking: Vorsicht vor Betrugsmaschen! (Symbolbild)
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  • hochgeladen von Holger Mock

Eine 55-jährige Frau aus Kempten ist Opfer eines Computerbetrugs geworden. Die Frau wurde um über 75.000 Euro betrogen.

Ziel: Zugangsdaten des Bankkontos

Die Betrüger hatten der Frau zunächst mehrere "Phishing"-Mails geschickt, die angeblich von der Bank der Frau stammten. In Wirklichkeit spionierten die Betrüger persönliche Daten und vor allem die Zugangsdaten zum Bankkonto des Opfers aus.

Frau fällt auf Betrug herein

In den gefälschten E-Mails wurde auf die Umstellung des TAN-Verfahrens hingewiesen, welches tatsächlich derzeit von einigen Banken angeboten wird. Der Link in der E-Mail führte aber eben nicht auf eine Bankseite, sondern auf die gefälschte Webseite der Täter. Hier hat sich die Frau vermutlich mit ihren persönlichen Zugangsdaten angemeldet. Auf der Seite wurde sie auch darauf hingewiesen, dass sie später einen Telefonanruf eines Bankmitarbeiters erhalten würde.

Anruf einer angeblichen Bankmitarbeiterin

Tatsächlich erfolgte kurze Zeit später ein Anruf von einer Täterin, die sich als Bankangestellte ausgab. Die Betrügerin brachte die Frau dazu, dass sie zwei TANs, die auf ihr Mobiltelefon gesendet wurden, an die unbekannte Täterin weitergab. Nun konnten die Betrüger das Bankkonto übernehmen und hatte vollen Zugriff auf das Konto der Frau. Die Täter überwiesen daraufhin Geld auf ein sogenanntes Geldwäschekonto, und zwar auch noch per "Echtzeitüberweisungen". Dadurch konnte das Geld nicht mehr zurückgebucht werden. In der Regel leiten die Betrüger das Geld ohnehin kurz nach der ersten Überweisung direkt auf andere Konten weiter.

Weiterer Fall diese Woche

Diese Art des Onlinebetruges findet derzeit auffallend häufig statt. Erst vergangenen Sonntag stellte ein 90-Jähriger fest, dass am Samstag von seinem Bankkonto ein hoher fünfstelliger Betrag ins Ausland überwiesen worden waren. Der Ablauf des Betrugs war derselbe, nur dass sich hier ein männlicher Täter telefonisch gemeldet hatte.

Ob die beiden Betrugsoper ihr Geld wieder zurückerhalten, ist unklar. In beiden Fällen führt die Kriminalpolizei Kempten in weiteren Ermittlungen.

Die Kriminalpolizei Kempten warnt:

Geben Sie nie eine TAN weiter, kein Bankmitarbeiter wird dies von Ihnen verlangen! Seien Sie hier besonders misstrauisch, denn die Täter/Anrufer können das Gespräch sehr überzeugend zu deren Gunsten führen! Wenn Sie von einem angeblichen Mitarbeiter einer Bank angerufen und nach der Herausgabe oder Eingabe einer TAN im Internet gebeten werden, beenden Sie das Gespräch und nehmen Sie sofort telefonisch Kontakt mit Ihrer Hausbank unter der Ihnen bekannten zentralen Rufnummer auf oder sprechen Sie persönlich bei Ihrer Bank vor, um den Sachverhalt zu klären!

Eine genaue Prüfung der erhaltenen E-Mail kann in den meisten Fällen bereits schnell den Phishing-Verdacht bestätigen. So werden mittlerweile in den meisten E-Mail-Programmen die tatsächlichen Absender-E-Mail-Adressen angezeigt. Auch weisen Phishing-E-Mails immer noch sehr häufig Fehler, bspw. in der Rechtschreibung, auf.

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