Lkr. Ostallgäu/ Pfronten
Flugzeugabsturz im Ostallgäu - 1. Nachtrag

Gegen 14:40 Uhr wurde von einem Bergwanderer das Verschwinden eines Flugzeugs im Bereich des Breitenberges sowie anschließend ein lauter Knall wahrgenommen. Aufgrund der Mitteilung wurde umgehend eine Suchaktion ausgelöst, in welche der Rettungshubschrauber Christoph 17 sowie ein SAR Hubschrauber eingebunden waren. Im Rahmen von dieser Suchaktion wurde gegen 15:15 Uhr das Wrack eines Flugzeugs im Bereich des Westgrates des Kienberges auf der Südseite in einer Entfernung von einem Kilometer von dem Gipfel entdeckt.

Nachdem der SAR Hubschrauber einen Notarzt sowie ein Mitglied der Bergwacht aufgenommen hatte, wurden diese über eine Winde, an der zu Fuß kaum zugänglichen Absturzstelle, abgesetzt. Seitens dieser Rettungskräfte konnte nur noch der Tod der beiden Insassen des Flugzeuges festgestellt werden.

Bei den beiden tödlich Verunglückten handelt es sich nach derzeitigem Stand der Ermittlungen um den 77-jährigen Eigentümer des Flugzeuges vom Typ 'Schleicher ASH 25m', der aus Füssen stammt, sowie um einen 44-jährigen Mann aus dem südlichen Landkreis Landsberg am Lech.

Die beiden Piloten waren mit dem doppelsitzigen Hochleistungssegler mit Klapptriebwerk am Vormittag gegen 11 Uhr vom Segelflugplatz Füssen gestartet.

Zur Klärung der Ursache des Unglücks, sowie zur Klärung der Frage, welcher der beiden Piloten zum Unglückszeitpunkt das mit einer Doppelsteuerung ausgerüstete Segelflugzeugs steuerte, kommt ein Sachverständiger der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung vor Ort.

An dem Flugzeug, das eine Spannweite von 28 Metern hatte und das bei dem Aufprall in mehrere Teile zerbrach, entstand Totalschaden. Sein Zeitwert wird derzeit auf 130.000 Euro geschätzt.

Bei dem Einsatz waren neben den beiden Rettungshubschraubern sowie zwei Polizeihubschraubern mehrere Angehörige der Bergwacht sowie der Alpinen Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West im Einsatz. Die Sachbearbeitung zum Unfallhergang wird von der Kripo Kempten übernommen.

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