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Zahlreiche Einsätze
Fazit zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls

Fazit des mehrtägigen Schwerpunkteinsatzes zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls. (Symbolbild)
  • Fazit des mehrtägigen Schwerpunkteinsatzes zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls. (Symbolbild)
  • Foto: Holger Kraft auf Pixabay
  • hochgeladen von Eileen Schwaninger

Zahlreiche Einsatzkräfte beteiligten sich an den mehrtägigen Kontrollen, die zwischen dem 09.11. und dem 13.11.2020 unter anderem in Kempten, Memmingen und Neu-Ulm stattfanden. Ziel der bayernweiten Schwerpunktkontrollen war es, den Wohnungseinbruchsdiebstahl zu bekämpfen.

Die polizeilich registrierten Fälle des Wohnungseinbruchsdiebstahls sind rückläufig, trotzdem hat die Bekämpfung dieses Phänomens für das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West einen sehr hohen Stellenwert.

Wohnungseinbruchsdiebstahl

Bis Ende Oktober des laufenden Jahres ermittelten die Beamten in über 130 Fällen des Wohnungseinbruchsdiebstahls, von denen etwa die Hälfte im Versuchsstadium endete. Die Zahlen liegen damit im Jahresverlauf um über 30 Prozent niedriger als noch im vergangenen Jahr, als insgesamt knapp 270 Taten gezählt wurden.

In der „dunklen Jahreszeit“ ist es unter anderem Ziel des Präsidiums mit solchen Schwerpunktkontrollen durch eine hohe uniformierte Präsenz Einbrüche oder Einbruchsversuche bereits im Vorfeld zu unterbinden. Alleine 19 registrierte Fälle im Oktober und ein vorläufiger Beuteschaden von mehr als 600.000 Euro im Jahr 2020 zeigen, dass das Phänomen noch immer aktuell ist.

Insbesondere in den drei Inspektionsbereichen Neu-Ulm, Memmingen und Kempten, auf die etwa 40 Prozent aller gemeldeten Taten entfallen, waren die Beamtinnen und Beamten daher im Einsatz. Zwar ging den Beamten dieses Mal kein mutmaßlicher Einbrecher ins Netz, allerdings zieht das Polizeipräsidium trotzdem ein positives Fazit der Kontrollen.

Über 300 Kontrollen

Insgesamt führten die Einsatzkräfte über 300 Kontrollen durch, dabei überprüften sie nahezu 400 Personen und etwa 300 Fahrzeuge sowie 18 Lkw im Zeitraum zwischen 16 Uhr und 22 Uhr und damit zu den Zeiten, an denen sich ein Großteil der Taten ereignet. Sie stellten dabei Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, unter anderem nach dem Waffen- und Betäubungsmittelgesetz sowie berauschte Fahrzeugführer, fest.

Diese Kontrollen stellen aber nur einen Teil des Konzeptes dar. So bittet die Polizei die Bürgerinnen und Bürger darum, verdächtige Wahrnehmungen unverzüglich über die Notrufnummer 110 an die Polizei mitzuteilen.

Weiterhin ermittelt die Kriminalpolizei nach begangenen Einbrüchen, führt Spuren und Taten zusammen und verknüpft sich auch überregional mit benachbarten Behörden. Zudem bieten die Fachberater der Kriminalpolizeidienststellen einen Vor-Ort-Service zuhause an, um das eigene Anwesen auf Schwachstellen überprüfen zu lassen.

Um zu vermeiden, überhaupt Opfer eines Einbruchs zu werden, empfiehlt die Polizei unter anderem:

  • Schließen Sie Fenster vollständig, sperren Sie Haustüren ab. Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen.
  • Achten Sie bewusst auf gefährdende und verdächtige Situationen und teilen Sie diese der Polizei über die Notrufnummer 110 mit.
  • Halten Sie in Mehrfamilienhäusern den Hauseingang auch tagsüber geschlossen. Prüfen Sie, wer ins Haus will, bevor Sie den Türöffner drücken.
  • Achten Sie auf Fremde im Haus oder auf dem Nachbargrundstück und sprechen Sie sie an.

Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner: „Die Polizei hat die Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls trotz sinkender Zahlen weiter im Auge. Ist ein Einbruch geschehen, setzen wir alles an die Täterermittlung. Wir möchten jeden Fall im Voraus vermeiden. Dazu bieten wir spezielle Beratungen an. Zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger sind wir weiterhin auf den Straßen präsent, um dem Phänomen zu begegnen.
Verständigen Sie beim kleinsten Verdacht die Polizei. Wir möchten, dass Sie in unserer Region sicher leben.“

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