Fahndung
Fast drei Jahre vermisst: Polizei findet Mädchen (15) aus Kempten in Frankreich

Die französische Polizei konnte die seit April 2013 vermisste Celestine W. in Obhut nehmen. Sie war mit ihren Eltern unterwegs, die für sie aber kein Aufenthaltsbestimmungsrecht besitzen.

Die damals 12-Jährige wurde von ihren Betreuern bei der Polizei als vermisst gemeldet, weil sie am Abend des 11. April 2013 nicht in ihre Wohngruppe in Kempten zurückkehrte. Auch wenn ihr Aufenthaltsort durch die Polizei zunächst nicht ermittelt werden konnte, kristallisierte sich bald heraus, dass ihre Eltern die 12-Jährige zu sich zurückgeholt hatten, obwohl ihnen das Aufenthaltsbestimmungsrecht behördlich entzogen war.

Während Celestine im Schengenraum als vermisst ausgeschrieben wurde, leitete die Kemptener Staatsanwaltschaft gegen die 52 und 54 Jahre alten Eltern ein Ermittlungsverfahren wegen Entziehung Minderjähriger ein, und schrieb diese zur Aufenthaltsermittlung aus. Dieses Strafverfahren ist noch nicht abgeschlossen.

Am vergangenen Sonntag wurde die Familie durch Beamte der französischen Gendarmerie in Südfrankreich (Region Languedoc-Roussillon-Midi-Pyrénées) angetroffen und kontrolliert. Aufgrund der vorliegenden Vermisstenfahndung nahmen sie die zwischenzeitlich 15-Jährige in Obhut. Der Vormund kümmert sich nun um Celestines Rückführung nach Deutschland.

Bezugsmeldung vom April 2013

Eine Betreuerin meldete daraufhin die damals 12-jährige Celestine bei der Polizei als vermisst. Bislang konnte ihr Aufenthaltsort nicht ermittelt werden.

Von der Kriminalpolizei Kempten wurden Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen durchgeführt, die bis dato keinen Hinweis auf den derzeitigen Aufenthaltsort des Mädchen brachten. Letztmalig gesehen wurde Celestine W. bei einem Treffen mit einer Freundin im Kemptener Stadtgebiet am Tag der Vermisstenmeldung. Warum sie danach nicht in die Wohngruppe zurückkehrte, ist den Ermittlern unklar.

Eventuell könnte sich das Mädchen im Landkreis Merzig-Wadern (Saarland) oder im Landkreis Böblingen (Baden-Württemberg) aufhalten, da sie dort in der Vergangenheit Bezugspunkte hatte. Möglicherweise befindet sie sich auch in Begleitung ihrer Eltern, die aber kein Aufenthaltsbestimmungsrecht für das Mädchen ausüben.

Auch ein Aufenthalt außerhalb der Bundesrepublik ist nicht ausgeschlossen.

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