Special Blaulicht SPECIAL

Günzburg/ Kempten/ Kaufbeuren
Durch Schockanrufe im Allgäu gelangen unbekannte Täter vergangenen Mittwoch zu 8.000 Euro

Es handelt sich überregional gesehen um kein neues Phänomen - dennoch führt es immer wieder zum Erfolg. Bei einer Serie von sogenannten Schockanrufen erlangten am Mittwoch den 25.07.2012 bisher unbekannte Täter 8.000 Euro.

Bei den Schockanrufen werden Menschen über Telefon unerwartet mit einem fingierten tragischen Ereignis konfrontiert, in das ihnen nahestehende Personen verwickelt seien. Hierbei kann es sich zum Beispiel um einen Verkehrsunfall oder eine Straftat handelt.

Im unmittelbaren Anschluss wird den überraschten Angerufenen durch einen angeblichen Anwalt mitgeteilt, dass mit der unmittelbaren Zahlung einer hohen Geldsumme geholfen werden kann oder z.B. eine Freiheitsstrafe verhindert werden kann. Die vereinbarte Summe wird dann im Anschluss einem Kurier übergeben, der unerkannt verschwindet.

Am gestrigen Tag wurden bei der Polizeiinspektion Günzburg fünf derartige Anrufe bekannt. In allen Fällen handelte es sich bei den Angerufenen um Frauen aus den ehemaligen GUS Staaten. Während von den bekannten Fällen drei Versuche scheiterten, hatten die Täter bei einer 75-jährigen Frau Erfolg.

Da sie die geforderten 36.000 Euro nicht auftreiben konnte, übergab sie einem unbekannten Mann 3.000 Euro. In dem zweiten erfolgreichen Fall übergab eine 66-Jährige 5.000 Euro. Die Ermittlungen zu der aktuellen Serie wurden von Kripo Neu-Ulm übernommen.

Insgesamt wurden in diesem Jahr 19 derartige Fälle der Polizei mitgeteilt, die sich neben Günzburg in Kempten und Kaufbeuren ereignet hatten. Hierbei erlangten die Täter 25.000 Euro. In einem Fall, der sich im Februar in Günzburg ereignet hatte, konnte ein Tatverdächtiger bei der Geldübergabe festgenommen werden.

Da in den fünf Jahren zuvor nur zwei Fälle aus dem Jahr 2011 bekannt geworden sind muss von einer deutlichen Zunahme dieses Phänomens im Schutzbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West ausgegangen werden.

Da sich die Täter vorwiegend an Personen aus den ehemaligen GUS Staaten wenden, bittet die Polizei Personen mit dieser Herkunft darum, insbesondere ihre älteren Angehörigen bezüglich dieser Betrugsmasche zu sensibilisieren.

Darüber hinaus gibt die Polizei folgende Tipps:

- Bei Sachverhalten bei denen Bezug auf Bekannte genommen wird diese zur Klärung der Situation zurückrufen.

- Nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache halten.

- Bei auf diese Weise nicht zu klärenden Sachverhalten sofort die Polizei informieren und das weitere Vorgehen absprechen.

- Unbekannten Anrufern keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preisgeben.

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