Aktuelle Warnung
Derzeit verstärkt "Schockanruf"-Betrüger im Raum Kempten und Oberallgäu aktiv

Die Polizei in Kempten warnt derzeit vor Schockanrufen und Anrufen von vermeintlichen Polizeibeamten im Stadtgebiet und dem Landkreis Oberallgäu. In den meisten Fällen handelt es sich bei den unbekannten Anrufern um Betrüger. (Symbolbild)
  • Die Polizei in Kempten warnt derzeit vor Schockanrufen und Anrufen von vermeintlichen Polizeibeamten im Stadtgebiet und dem Landkreis Oberallgäu. In den meisten Fällen handelt es sich bei den unbekannten Anrufern um Betrüger. (Symbolbild)
  • Foto: Benjamin Liss
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Die Polizei in Kempten warnt aktuell vor Telefonbetrügern im Raum Kempten und Oberallgäu. Diese versuchten derzeit über sogenannte "Schockanrufe" ihre Opfer um Bargeld und Wertsachen zu bringen. Die Polizei bittet deswegen um erhöhte Wachsamkeit. Informieren Sie auch besonders ältere Angehörige und Bekannte über die Machenschaften der Täter. 

Schwerpunkt ist derzeit Kempten und das Oberallgäu

Die Polizeiinspektion Kempten verzeichnete am heutigen Freitag eine ganze Reihe solcher Betrugsversuche. Dabei werden gegenüber den Angerufenen vermeintliche Unglücksfälle, bzw. Unfälle vorgetäuscht. Die Betrüger geben sich dabei meist als Bekannte oder Freunde aus. In einem Fall erbeuteten die Täter vor wenigen Tagen eine hohe Summe Bargeld und Schmuck bei einer älteren Frau aus dem Oberallgäu. Häufig geben sich die Anrufer auch als vermeintliche Polizeibeamte aus. Und: Die Betrugsmasche wird ständig auch verändert und angepasst.

Laut der Polizei können auch Taxifahrer, Bankangestellte und Pflegekräfte helfen.

Das können Mitarbeiter in Pflegeberufen tun

Wenn Sie als Pflegekraft tätig sind, lautet die Empfehlung der Polizei:

  • Erzählen Sie Ihren Patienten und den Angehörigen von den genannten Betrugsmaschen.
  • Werden Sie hellhörig, wenn einer Ihrer Patienten Ihnen erzählt, er solle Geld oder Wert- gegenstände an die Polizei übergeben oder einem Verwandten/Bekannten mit einem größeren Geldbetrag in einer Notlage helfen.
  • Rufen Sie die Polizei (110), wenn Sie den Verdacht haben, dass einer Ihrer zu Pflegen- den Oper eines Betruges geworden ist oder werden könnte.

Auch Mitarbeiter von Banken können unterstützen

Werden Sie hellhörig, wenn:

  • in der Regel ältere Personen größere Geldbeträge abheben, Wertgegenstände aus dem Schließfach abholen oder Konten auflösen wollen.
  • Ihnen Ihr Kunde erzählt, er müsse Geld abheben, um es der Polizei zu übergeben oder einem Verwandten/Bekannten in einer Notlage zu helfen.
  • der vertraute Kunde Ihnen gegenüber extrem misstrauisch ist. Ein Trick arbeitet damit, die Bank und ihre Angestellten als kriminell zu diffamieren und den Geschädigten zu ra- ten, ihr gesamtes Vermögen abzuheben.

Das können Sie tun:

  • Fragen Sie bei Ihrem Kunden aktiv nach, wenn Sie den Verdacht haben, dass er Opfer eines Betruges werden könnte.
  • Berichten Sie von der aktuellen Warnmeldung der Polizei.
  • Erzählen Sie vom „Enkeltrick“, „Falschen Bediensteten“ und anderen Betrugsmaschen
  • Rufen Sie über 110 die Polizei, hier werden Ihnen alle weiteren Verhaltensempfehlungen
  • gegeben und
  • Informieren Sie vorsorglich im Rahmen eines „Smalltalks“ Senioren.

Häufig auch Taxifahrer unwissentlich involviert

Oftmals bestellen die Telefonbetrüger ein Taxi für ihre Opfer, so die Polizei. Dieses soll sie dann zur Bank bringen, bzw. von dort abholen. Mitunter werden Taxifahrer telefonisch auch mit dem Transport einer Tasche o.ä. beauftragt, bzw. die Betrüger bestellen selbst ein Taxi für die Abholung der Beute.

Werden Sie hellhörig, wenn:

  • bei Kurierfahrten an der Abholstelle Empfänger und Zielort nicht bekannt sind,
  • Ihr in der Regel älterer Fahrgast Ihnen auf dem Weg zur Bank davon erzählt, er müsse Geld abheben, um es der Polizei zu übergeben oder einem Verwandten/Bekannten in
  • einer Notlage zu helfen oder
  • das Taxi über eine ausländische Handynummer bestellt wird.

Was können Sie tun?

  • Fragen Sie bei Ihrem Fahrgast aktiv nach, wenn Sie den Verdacht haben, dass er Opfer eines Betruges werden könnte,
  • Berichten Sie ihren Fahrgästen von der aktuellen Warnmeldung der Polizei,
  • Erzählen Sie vom „Enkeltrick“, „Falschen Bediensteten“ und anderen Betrugsmaschen
  • Rufen Sie über 110 die Polizei, hier werden Ihnen alle weiteren Verhaltensempfehlungen
  • gegeben
  • Informieren Sie im Rahmen des täglichen „Smalltalks“ Ihre Kunden.
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