Pressekonferenz
Das Allgäu ist eine der sichersten Regionen in Deutschland

Die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, ist im Allgäu um etwa 70 Prozent geringer, als beispielsweise in Berlin. Das geht unter anderem aus der polizeilichen Kriminalitäts-Statistik für 2015 hervor.

Die Polizei errechnet eine sogenannte Häufigkeitszahl für eine Region. Diese gibt an, wie viele gemeldete Straftaten auf je 100 000 Einwohner kommen. Also: Je geringer die Häufigkeitszahl ist, je sicherer ist eine Region. Für das Gebiet des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West errechnete die Polizei die Kriminalitätshäufigkeitszahl 4390.

Bayernweit liegt sie bei 6350. Zum Vergleich: In Bremen liegt sie bei 13.000, in Berlin über 15.000. Im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West sei die Kriminalität im Vorjahr gegenüber 2014 um vier Prozent gestiegen, sagte Polizeipräsident Werner Strößner.

Insgesamt sei die Kriminalität aber im Zehn-Jahres-Vergleich rückläufig.

Lesen Sie ab hier die Meldung der Polizei zum Thema:

'Die grundsätzliche Sicherheitslage in unserem Zuständigkeitsbereich gestaltet sich nach wie vor sehr gut. Dies ist vor allem dem professionellen und engagierten Einsatz sowie der akribischen Ermittlungsarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West zu verdanken", sagte Polizeipräsident Werner Strößner.

Die registrierten Straftaten stiegen im vergangenen Jahr um 1.572 Fälle auf nunmehr 41.463 Taten an. Die Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten pro 100.000 Einwohner, die sogenannte Häufigkeitszahl, nimmt in unserer Region mit 4.390 innerhalb Bayerns einen Spitzenplatz ein (Bayern 2015: 6.350; Bund 2014: 7.530).

Die Aufklärungsquote konnte im vergangenen Jahr für den Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West abermals auf 69,4 Prozent gesteigert werden.

Die Gewaltkriminalität stieg auf 1.325 Fälle an, was in etwa dem Niveau des Jahres 2013 entspricht; auf nunmehr 88,2 Prozent gelang abermals einer Steigerung der bereits sehr hohen Aufklärungsquote in diesem Deliktsbereich.

Die Straßenkriminalität erhöhte sich in geringem Ausmaß um 0,9 Prozent auf 6.329 Fälle. Der Bereich der Diebstahlskriminalität stellt mit 11.331 Fällen nach wie vor die größte Deliktsgruppe dar. Gegenüber dem Vorjahr stiegen hier die Fallzahlen um 4,8 Prozent auf das Niveau des Jahres 2013.

Im Bereich der Rauschgiftdelikte gelang es im vergangenen Jahr 2.847 Fälle aufzudecken, was einer Steigerung um 13,7 Prozent zum Vorjahr entspricht. Bei den Sexualdelikten konnte ein Rückgang um 3,6 Prozent auf 453 Fälle verzeichnet werden.

'Neben unserer Präventionsarbeit und den akribisch geführten Ermittlungen, sind wir vielfach auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Ich möchte dazu ermutigen, verdächtige Beobachtungen unverzüglich der Polizei zu melden. Verbrechensbekämpfung ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung', resümiert der Leitende Kriminaldirektor Albert Müller, Leiter des Sachgebiets Kriminalitätsbekämpfung des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West.

Anlass zur Sorge gibt das nach wie vor hohe Fallaufkommen bei Wohnungseinbruchsdiebstählen. 'Nicht zuletzt aufgrund der Vielzahl an Präventionsmaßnahmen ist es uns gelungen, eine weitere Steigerung der Wohnungseinbruchszahlen zu verhindern. Dennoch liegt die Anzahl der Einbrüche nach wie vor auf einem hohen Niveau. Hier wird auch in Zukunft unser volles Engagement gefordert sein', so Polizeipräsident Werner Strößner.

Regional gesehen entwickelt sich das Phänomen sehr unterschiedlich. Während in weiten Teilen des Allgäus die Fallzahlen stagnierten oder gar rückläufig waren, mussten in den Landkreisen Günzburg und Neu-Ulm zum Teil deutliche Steigerungen verzeichnet werden.

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