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Feuerwehreinsatz
Chlorgas-Alarm im Cambomare in Kempten

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Am Donnerstagvormittag, gegen 9.35 Uhr, löste die Meldeanlage des Kemptener Erlebnisbades Cambomare im Aybühlweg einen Chlorgas-Alarm aus.

Kurz nach Auslösen des Alarms trafen circa 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr Kempten sowie mehrere Fahrzeuge der Polizei und des Rettungsdienstes am Bad ein.

Nach jetzigem Kenntnisstand entwich beim Wechsel der Chlorgasflaschen in der Technikanlage des Bades aus einer Gasflasche eine geringe Menge an Chlorgas und löste dadurch die Melde- und Sprinkleranlage aus. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich etwas fünf Mitarbeiter des Bades im Gebäude. Badegäste waren noch nicht im Bad. Die Mitarbeiter konnten das Gebäude alle unverletzt verlassen.

Die Feuerwehr, die das Gebäude mit Atemschutz betrat, konnte den Chlorgasaustritt unterbinden und reinigte den betroffenen Technikraum von den Gasen. Wegen des Feuerwehreinsatzes war das Bad bis 12 Uhr gesperrt. Auch die Zufahrtsstraße war zeitweise abgesperrt.

Hier die Pressemeldung der Feuerwehr Kempten im Wortlaut:

Am Vormittag des 11. August löste gegen 9.35 Uhr die Gefahrenmeldeanlage des Cambomare aus. Die Chlorgasdetektoren hatten angeschlagen. Deshalb rückten die Hauptwache, der Löschzug 3 und die Löschgruppen 11 und 15 aus. Glücklicherweise waren noch keine Badegäste im Schwimmbad, so dass sich die Evakuierung problemlos gestaltete und niemand zu Schaden kam. Ursache für das Auslösen war vermutlich eine undichte Chlorgasflasche.

Chlor wird in Schwimmbädern zur Desinfektion des Badewassers eingesetzt und ist in dieser Form für Menschen ungefährlich. Vor der Zumischung liegt es aber in Gasform vor, in der es bei Kontakt die Atemwege reizt und giftig wirkt. Die Erkundung erfolgte daher durch einen Atemschutz -Trupp in Chemieschutzanzügen. Bei Erkundung des Technikraumes, der vom Bad selbst räumlich getrennt ist, konnte festgestellt werden, dass vermutlich eine Flasche undicht war und deshalb der Alarm ausgelöst wurde.

Durch den Angriffstrupp wurden alle Flaschen abgedreht und die Luft im Raum auf verbleibende Gasmengen gemessen. Da gleichzeitig auch die Sprinkleranlage ausgelöst worden war, benetzte das Wasser auch eine Kiste mit Chlorgranulat, was zur Bildung von weiterem Chlorgas führte. Nach Rücksprache mit dem Hersteller der Stoffe und dem Betreiber wurde das Granulat in den Wasserkreislauf des Bades eingebracht, wo es sich bestimmungsgemäß löste und so keinen Schaden mehr anrichten konnte.

Wenn auch das Bad nun wieder nutzbar war, musste der Angriffstrupp sorgfältig dekontaminiert werden. Mit Material des Abrollbehälters Gefahrgut war ein Dekontaminationsplatz eingerichtet worden, den die Kameraden des Löschzugs 3 aus Lenzfried und der Löschgruppe 15 aus St.-Lorenz fachmännisch betreuten. Gegen 12.00 Uhr konnte das Bad wieder freigegeben werden.

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