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Lautstarker Protest
Kemptener Asylunterkunft seit drei Wochen unter Quarantäne - Polizei muss beruhigen

Die Polizei musste am Mittwoch zu einer Asylbewerberunterkunft in Kempten ausrücken. (Symbolbild)
  • Die Polizei musste am Mittwoch zu einer Asylbewerberunterkunft in Kempten ausrücken. (Symbolbild)
  • Foto: Lisa Hauger
  • hochgeladen von Stephanie Eßer

Am Mittwochnachmittag musste die Polizei zu der Asylbewerberunterkunft im Rübezahlweg in Kempten ausrücken. Wie die Diakonie Kempten jetzt mitgeteilt hat, steht die Unterkunft, bei der es sich um ein Mehrfamilienhaus handelt, seit dem 10. November unter Quarantäne. Mehrfach negativ getestete Bewohner, die in separaten Wohnungen leben, hätten gegen die Quarantäne-Bestimmungen protestiert. Nach Angaben der Polizei brachten mehrere Bewohner ihr Unverständnis lautstark zum Ausdruck. Nachdem die Beamten ihnen die Bestimmungen ausführlich erklärt hatten, beruhigten sich die Gemüter und die eingesetzten Polizeistreifen konnte ohne Zwischenfälle wieder einrücken.

Kinder können nicht zur Schule, Kein WLAN in der Unterkunft

Wie die Diakonie Kempten weiter mitteilt, können die Kinder der Unterkunft derzeit nicht in die Schule und die Jugendlichen nicht zu ihrem Ausbildungsplatz gehen. In der Unterkunft gebe es kein WLAN. Deshalb könne auch kein Online-Unterricht stattfinden.

Positiv Getestete in Asylbewerberunterkunft nicht isoliert

Die Regierung von Schwaben, die die Asylunterkunft betreibt, setzt die vorgeschlagenen Maßnahmen des Robert-Koch-Instituts laut der Diakonie Kempten nicht um. Das kritisiere auch der Bayerische Flüchtlingsrat. Demnach werden positiv Getestete nicht isoliert und Kontaktpersonen aus der Unterkunft nicht in separate "Quarantäne-Unterkünfte" gebracht. Stattdessen würde die Quarantäne über die gesamten Unterkünfte verhängt. "Das wäre so, als stellt man einen ganzen Mietblock unter Quarantäne, nur weil eine Partei Corona hat", so die Diakonie in einer schriftlichen Stellungnahme.

Die Regierung von Schwaben hält sich nach eigenen Angaben an die Vorgaben des Gesundheitsamts. Die Quarantäne laufe voraussichtlich noch bis zum 7. Dezember. Am 14. November seien die 80 Bewohner am 14. November zum ersten Mal, am 27. November ein weiteres Mal getestet worden. Insgesamt gab es 26 positive Testergebnisse. Am Donnerstag wurden die Bewohner erneut getestet. Die Ergebnisse lagen der Regierung noch nicht vor, wie ein Sprecher all-in.de mitteilte.

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