Aitrang
Zwist um Zuschuss für Elbseestraße

Es sei ja grundsätzlich positiv, dass sich die Nachbargemeinde Ruderatshofen an den Ausbaukosten für die Straße zum Elbsee beteiligen will, hieß es in der jüngsten Sitzung des Aitranger Gemeinderats. Unsolidarisch und enttäuschend sei jedoch die angebotene Summe von nur 30000 Euro.

Schon seit Jahren bemüht sich die Gemeinde Aitrang, von Ruderatshofen eine Zusage für eine angemessene finanzielle Beteiligung am Ausbau der Straße zu erhalten. Diese liegt zwar fast ganz auf Aitranger Flur, die Badeanstalt, das Restaurant und der Campingplatz an deren Ende, welche den Nutzen von dieser Zufahrt haben, gehört jedoch zu Ruderatshofen. Bereits 2006 hatte das Landratsamt den Aitrangern bestätigt, dass sich eine Nachbargemeinde an den Ausbaukosten einer Gemeindeverbindungsstraße beteiligen muss, wenn sie den überwiegenden Nutzen von der Straße hat.

Für die Situation am Elbsee nannte Bürgermeister Jürgen Schweikart die Ergebnisse einer Verkehrszählung: Am 6. und 8. September - kein Badewetter - habe man auf der Straße 584 beziehungsweise 459 Autos gezählt, von denen 514 beziehungsweise 437 Richtung Elbsee gefahren seien. Er schlug daher vor, von Ruderatshofen eine Kostenbeteiligung in Höhe von 70 Prozent der nach Abzug der Zuschüsse noch verbleibenden Ausbaukosten von rund 107000 Euro zu fordern. Nach dem Ausbau der Straße würde Aitrang für 20 Jahre auf die von Ruderatshofen bisher bezahlte Unterhaltspauschale verzichten. Der Rat beschloss den Vorschlag Schweikarts einstimmig.

Ebenso beschloss der Gemeinderat, für den TSV Aitrang eine Bürgschaft in Höhe von 50000 Euro für den Bau einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Turnhalle zu übernehmen. Zuvor hatte der Beauftragte des TSV, Dr. Reiner Reschke, erläutert, dass die meisten Bankinstitute ohne Bürgschaft keinen Kredit mehr gewähren. Der TSV habe die 100000-Euro-Investition solide geplant und werde unter anderem durch Einsatz eines Bausparvertrages für einen zügigen Abbau der Schulden in einem Zeitraum von 15 Jahren sorgen. Die Gemeinde gehe mit der Bürgschaft kein Risiko ein.

Lebhafte Diskussion unter den Räten

Im Gemeinderat wurde daraufhin lebhaft diskutiert, ob die Bürgschaft nur auf eine Laufzeit von zehn Jahren übernommen werden soll und ob zur Bedingung gemacht werden soll, dass die Bürgschaft nach Tilgung der ersten 50000 Euro Schulden hinfällig wird. Am Ende gab es eine knappe Mehrheit von einer Stimme für den Vorschlag des Bürgermeisters auf eine Laufzeitbegrenzung auf 15 Jahre.

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