Marktoberdorf / Ostallgäu
Zwischen Rennrodel, Blutzucker und Dirndl

Wer schon immer mal erfahren wollte, was ein Zimmerer, eine Arzthelferin, ein Landwirt oder eine Hauswirtschafterin können muss, der war beim Tag der offenen Tür an der Berufsschule Ostallgäu richtig. Anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens öffnete die Schule ihre Pforten und präsentierte ihr Unterrichts- und Fachangebot der Öffentlichkeit. Und nicht nur Landrat Johann Fleschhut war von der Vielfältigkeit des Angebots begeistert, sondern auch die zahlreichen Besucher, die sich auf dem Schulgelände verteilten.

Lisa Münch und ihre Klassenkameradinnen aus dem ersten Lehrjahr «Medizinische Fachangestellte» kontrollierten die Gesundheit der Besucher: Blutzucker, Blutdruck, Body-Mass-Index. «Man muss es schon mögen, aber es ist sehr interessant und macht viel Spaß», meint die 19-Jährige, während sie einer Besucherin mit einer Nadel in den Finger sticht.

Schwitzen bei der «Gesellenprüfung live»

Ein paar Meter weiter wird kräftig geschwitzt. Dort legen angehende Maurer quasi live ihre Gesellenprüfung ab. «Leise», flüstert ihr Lehrer Klaus Michelfelder immer wieder den vorbeikommenden Besuchern zu. Laut geht es bei den Zimmerern zu. Hier drängeln sich die Leute um Werner Friedl und Siegfried Jäger. Zusammen mit ihren Schülern erläutern sie nicht nur, wie ein Holzgerüst entsteht, sondern auch, wie ein Holztechniker einen richtigen Rennrodel fertigt.

«Da muss man schon kreativ und fingerfertig sein», unterstreicht Friedl.

Großes Interesse wecken auch Christian Burgers Ausführungen über seinen schon recht betagten Traktor, einen MAN Typ «2in1» aus dem Jahr 1962. «Der Beruf ist sehr vielfältig», sagt der angehende Landwirt, «man lernt nicht nur viel über Technik, sondern auch über Pflanzen und Tiere». Das können auch die Hauswirtschafterinnen, die an der Berufsschule lernen, von ihrem zukünftigen Job behaupten: Nähen, Sticken, Kochen und noch viel mehr lernen sie. Für den Tag der offenen Tür haben sie extra Dirndl, Schürzen und Kirschkernkissen angefertigt. «Es wurde sehr viel vorgenäht», sagt Lehrerin Sabrina Mair lächelnd.

Die Vielfältigkeit des schulischen Angebots beeindruckt auch Landrat Johann Fleschhut und den Landtagsabgeordneten Paul Wengert bei ihrem Rundgang über das Gelände. «Ein tolles Angebot - und das vor Ort», betont Fleschhut, bevor er sich Anni Götzfrieds Ausführungen über Gärten zuwendet.

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