Biessenhofen
Zwischen Hausaufgaben und Schupfnudeln

Bunt zusammengewürfelt sitzen sie da, die zwanzig Kinder aus den Klassen fünf bis neun der Hauptschule Biessenhofen. Im neu gestalteten Aufenthaltsraum warten sie am ersten Tag der offenen Ganztagsschule gespannt auf ihr Essen. In diesem Schuljahr wird in Biessenhofen erstmals diese Betreuungsform angeboten.

Orange, sonnengelb und apfelgrün leuchtet die Einrichtung des ehemaligen Klassenzimmers, das zur Küche und zum Aufenthaltsraum umgebaut wurde. Dort sitzen die Buben und Mädchen und sind neugierig, wie es denn nach dem Unterricht am Vormittag so weitergeht. Christian Keller vom Gasthof Walburg aus Ruderatshofen bringt in großen Warmhaltebehältern Schupfnudeln und Salat. Nachdem Astrid Hollenbach und Sibylle Popov, die beiden Betreuerinnen, den Kindern einige Einweisungen gegeben haben, verteilen sie das Essen. Anfänglich etwas schüchtern stehen die hungrigen Kinder geduldig in der Schlange. Allen schmeckt es und wer will, bekommt Nachschlag. Nachdem gemeinsam abgeräumt und gespült wurde, geht es zur Hausaufgabenbetreuung. Hier stehen die Betreuerinnen zur Seite. Sind alle Schulpflichten erfüllt, geht es zum offenen Beschäftigungsprogramm über.

Neben Handwerklichem soll hier auch Kreatives oder Sportliches stattfinden. Geplant ist erstmals die weitere Gestaltung der beiden Räume durch die Kinder.

Werner Obermeier, Leiter der Hauptschule Biessenhofen, findet es gut, in seiner Schule Ganztagsschule anbieten zu können. Damit seien die Kinder, deren Eltern berufstätig sind, gut betreut. Sie erfahren soziales Zusammenleben und durch die Hausaufgabenbetreuung sind die Eltern entlastet. Ein Bedarf bei den insgesamt 181 Schülern ist da. Verteilt auf vier Schultage nehmen 29 Kinder aus den vier Schulverbandsgemeinden Aitrang, Ruderatshofen, Biessenhofen und Bidingen das Angebot wahr.

Eurisch: «Sinnvolle Investition»

Auch Schulverbandsvorsitzender und Biessenhofens Bürgermeister Wolfgang Eurisch überzeugte sich am ersten Tag vom Konzept. Die vom Schulverband erbrachten Leistungen in Höhe von 25000 Euro für den Umbau der beiden Räume, der ausschließlich von ansässigen Handwerksbetrieben durchgeführt wurde, sieht er sinnvoll investiert. Die offene Ganztagsschule wird in Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) durchgeführt.

Die jährlichen Gesamtkosten in Höhe von rund 26000 Euro übernehmen der Schulverband Biessenhofen (5000 Euro) und die Regierung von Schwaben. Für die Betreuung fallen für die Eltern keine Kosten an, sie zahlen ausschließlich Essen und Getränke. Dies ist seit diesem Schuljahr neu geregelt. Um 16 Uhr endet die offene Ganztagsschule und die Kinder werden nach Hause gebracht.

Dies wurde von den jeweiligen Gemeinden mittels privater Fahrdienste organisiert.

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