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Zweiter Tag im Zugschießerei-Prozess beendet: Am Dienstag könnte das Urteil fallen

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Kurz vor 15 Uhr am Donnerstag ist der Prozess gegen den 45 Jahre alten Angeklagten beendet. Der Augsburger mit kasachischen Wurzeln soll vor rund einem Jahr bei der Schießerei im Alex von München drei Polizeibeamte verletzt haben. Lesen Sie hier unseren News-Blog vom Prozess.

Update:

Kurz vor 15 Uhr wird der Prozess für heute beendet. Fortsetzung ist am kommenden Dienstag um 9 Uhr. Zunächst werden dann Zeugen aus dem engeren Umfeld des Angeklagten vernommen. Anschließend kommen noch Sachverständige zu Wort, am Schluss wird der psychiatrische Sachverständige sein Gutachten über den Angeklagten vortragen. Möglicherweise könnte es am Dienstag noch die Plädoyers, eventuell sogar ein Urteil geben.

Update:

Gegen 13 Uhr wird der Prozess mit der Vernehmung weiterer Zeugen fortgesetzt. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die angesetzten fünf Verhandlungstage nicht benötigt werden. Möglicherweise könnte es bereits am Dienstag die Plädoyers, eventuell sogar schon das Urteil geben, heißt es aus Justizkreisen.

Update:

Der Angeklagte berichtet immer noch über seine Drogenkarriere und beantwortet Fragen des psychiatrischen Gutachters. Nach verbüßten Haftstrafen und gescheiterten Therapien sei er immer wieder in Drogenkreise geraten. 30 bis 50 Euro habe er pro Tag für Drogen ausgegeben. der Richter will wissen, wie er sich seine Zukunft mit dem Drogenproblem vorstellt. Der Angeklagte sagt, er wolle weg, aber das sei nicht so einfach.

Update:

Erstmals im Verlauf des Zugschießerei-Prozesses spricht der Angeklagte länger. In schlechtem Deutsch redet er leise über seine Drogenabhängigkeit. Er stammelt und nuschelt. Begonnen habe seien Drogenkarriere beim Miltär in Kasachstan vor 26 Jahren. Zunächst habe er Aufputschmittel genommen, zum Runterkommen aber später zunehmend Cannabis und Morphium. Schließlich habe er immer öfters Kokain und Heroin konsumiert, zeitweise zehn Gramm Heroin am Tag gespritzt. Eine Drogentherapie habe er abgebrochen. Er wurde wiederholt straffällig, verbüßte Haftstrafen. Schließlich stieg er auf Badesalz, eine synthetische Droge, um.

Update:

Ein Polizeibeamter aus der Einsatzzentrale berichtet, dass an jenem Tag um 14.30 Uhr der Notruf des verletzten Kollegen einging. Einer der Gewalttäter hatte ihm in den Oberschenkel geschossen. Der verletzte Bundespolizist (45) hatte den Notruf per Handy abgesetzt. Doch das Gespräch riss unmittelbar danach ab. Das waren bange Minuten für den Beamten in der Einsatzzentrale. Denn er wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, wo sich der Zug befand. Fünf Minuten später ging ein weiterer Hilferuf ein. Als der Zug schließlich in Kempten einfuhr, wusste niemand, wo sich die Gewalttäter befanden.

Update:

Nach dem Gerangel und den Schüssen im Zug sei eine Durchsage gekommen, schildert eine Zeugin: Er ist tot. Die junge Frau hatte gesehen, wie die beiden Gewalttäter versucht hatten, die Zugtüren zu öffnen. Beide Täter hätten geraucht, einer habe eine Waffe in der Hand gehalten.

Update:

Ich bin jetzt nicht mehr beeinträchtigt, sagt ein 21-jähriger Student im Zeugenstand, der die Schießerei mitbekommen hat. Unmittelbar nach dem Vorfall sei er sehr aufgewühlt gewesen.

Update:

Verhandlung wird jetzt unterbrochen, da auf weitere Zeugen gewartet wird. Im Laufe des Tages sollen wahrscheinlich noch Zeugen aus dem familiären Umfeld des Angeklagten gehört werden.

Update:

Auch am zweiten Verhandlungstag wirkt der Angeklagte im Prozess um die Zugschießerei teilnahmslos. Eine Zeugin schildert, sie habe die Rangelei im Zug mitbekommen. Es habe Schüsse gegeben und einer habe geschrien: "Ihr kriegt mich nie". Sie habe dann ein Rumpeln gehört. Möglicherweise, als der Komplize, ein 20-jähriger Russe, vom Zug erfasst und getötet wurde. Beide waren nach der Schießerei aus dem fahrenden Zug gesprungen.

Am heutigen zweiten Verhandlungstag werden Reisende im Zug als Zeugen gehört. Rund 25 Zuhörer verfolgen am heutigen Tag das Verfahren.

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