Zweite Schlappe für die CSU

Memmingen | vog | Wahlschlappe, die Zweite: Nachdem die CSU bei der Landtagswahl massive Verluste hinnehmen musste, lief es bei der Bezirkstagswahl ähnlich schlecht. Bei den Gesamtstimmen verloren die Christsozialen im Memminger Stimmkreis gegenüber der letzten Wahl 23,3 Prozentpunkte und sackten auf 40,7 Prozent ab. Dagegen gewannen die Freien Wähler 17,7 und die FDP 4,4 Prozentpunkte hinzu (siehe Grafik). Dennoch sicherte sich Alfons Weber (CSU) mit einem Erststimmen-Anteil von 38 Prozent das Direktmandat und zieht erneut in den Bezirkstag ein.

«Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis», sagt Markt Rettenbachs Bürgermeister Weber und betont: «Denn ich habe Landrat Hans-Joachim Weirather klar hinter mir gelassen.» Dies sei deswegen bemerkenswert, weil der Kreischef aufgrund seiner Stellung bei den Wählern wesentlich bekannter sei als er. Bei der Bezirkstagswahl 2003 hatte Weber noch 62,5 Prozent der Erststimmen erhalten.

Indes freut sich Landrat Weirather (Freie Wähler) sehr über seinen Stimmenanteil von 27,7 Prozent: «Ich bin positiv überrascht.» Zugleich hofft er, «dass meine Arbeit als Landrat positiv bei den Wählern angekommen ist». Ob Weirather über die Liste in den Bezirkstag einziehen wird, war gestern noch nicht klar. «Aber ich bin zuversichtlich, dass es klappt.»

Eher skeptisch ist dagegen Petra Beer von der SPD, ob sie es über die Liste ins Bezirksparlament schafft. Ferner sei ihr von vornherein klar gewesen, dass die großen Parteien nicht zu den Gewinnern zählen würden: «Die Bürger wollen einfach, dass die anderen zeigen, was sie können.» Sehr schade sei aber, «dass jetzt wahrscheinlich kein Memminger Vertreter in den Bezirkstag kommt». Zu den Gewinnern darf sich Heike Schalk von der FDP zählen. Der Stimmenzuwachs der Liberalen ist in ihren Augen zwei Dingen zu verdanken: «Zum einen haben wir einen inhaltlich guten Wahlkampf gemacht und zum anderen kam uns die schwache Position der CSU zugute.» Nach Ansicht von Direktkandidatin Andrea Drosihn-Lodd haben sich die Bündnisgrünen gut gehalten. Sie freut vor allem «der Trend weg von der CSU». Die Wähler seien eben kritischer geworden. «Und das ist gut so.»

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