Bürger Gegen Fluglärm
Zweifel an langfristigem Bestand der innerdeutschen Flüge am Allgäu Airport

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'Der Flughafen ist das eine, die Nutzer das andere.' Gabriela Schimmer-Göresz, Vorsitzende der Bürgerinitiative (BI) 'Bürger gegen Fluglärm' hat bei der Mitgliederversammlung kritisiert, dass viele heute aus Gewohnheit in ein Flugzeug stiegen oder aus der Vorstellung heraus, 'was ich mir leisten kann, das mache ich auch'. <%IMG id='328673' title='Flug in die Sonne'%>Sie prangerte ein 'pervertiertes Urlaubsverhalten' an. Eine Prognose für den Luftverkehr in Bayern gehe bis zum Jahr 2025 nahezu von einer Verdopplung des Flugaufkommens aus. 'Es liegt an jedem Einzelnen von uns, ob aus dieser Prognose ein Ernstfall wird', mahnte Schimmer-Göresz vor rund 70 Mitgliedern in Benningen.

Auch mit Kritik am geplanten Flughafenausbau sparte die Vorsitzende nicht. Die Pläne hätten der Bürgerinitiative im vergangenen Jahr viel Arbeit beschert. Die Öffentlichkeit sei für das Planfeststellungsverfahren sensibilisiert worden, juristisch fundierte Einwendungen seien für die Gemeinde Westerheim, den Bund Naturschutz und für fünf Familien verfasst worden. Die Anwaltskosten habe der Verein übernommen. Insgesamt seien über 1000 Einwendungen beim Luftamt Süd eingegangen.

Fast Dreiviertel der Ausgaben hätten im vergangenen Jahr die Anwaltskosten ausgemacht, so Schatzmeister Achim Beyer, was rund 11 300 Euro entspreche. Die Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge und Spenden lagen bei 15 000 Euro und damit knapp unter den Gesamtausgaben. Schimmer-Göresz ergänzte, dass die 'Kriegskasse' relativ gut sei. 'Das bringt uns noch über mehrere Runden.' <%TBR from='inject' id=''%>

<%IMG align='right' id='817817' title='Zweifel an langfristigem Bestand der innerdeutschen Flüge am Allgäu Airport '%>Ab Juni sind am Allgäu Airport wieder Inlandsflüge nach Berlin und Hamburg geplant. 'Dem kann man mit Gelassenheit entgegensehen, das wird sich von selbst erledigen', sagte Professor Dr. Dieter Buchberger.

Die Fluggesellschaft Air Berlin habe die BI informiert, dass die früheren innerdeutschen Flüge immer defizitär gewesen seien. Laut Buchberger sind die ab Sommer angebotenen Inlandsflüge der Fluglinie Avanti Air nicht billig. 'Ich gehe mal davon aus, dass die Zeit der Kegelausflüge nach Berlin vorbei ist.'

Kritik an Betreiber

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Buchberger kritisierte auch die Flughafenbetreiber, die unter Nachhaltigkeit verstünden, ständig Geld in das defizitäre Unternehmen nachzuschießen. Und er äußerte Kritik, dass die innerdeutschen Flüge nun durch die Allgäu GmbH bezuschusst würden. Auch die Stadt Memmingen zahlt laut Buchberger an die Allgäu GmbH 50 000 Euro und bezuschusse damit indirekt den Flughafen. 

 

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