Kempten
Zwei Schwestern fanden ihr ersehntes Wunderland

Kathrin Geiger und Martina Underwood haben ihn: diesen Virus, der die Menschen in die Ferne zieht. Doch - was nicht die Regel ist - die beiden Schwestern fanden in der Ferne ihr ersehntes Wunderland: Die Vereinigten Arabischen Emirate.

Lächelnd sitzen die zwei Frauen auf dem Sofa, erzählen von Ausflügen durchs Allgäu, doch ihre Augen gehen in die Ferne, in ein Land, in dem sie fast unbegrenzte Möglichkeiten im Lebensstil, bei der Berufskarriere und im Miteinander von vielerlei Nationalitäten erleben konnten. Das Land ihrer Träume, die Vereinigten Arabischen Emirate, beschreiben die beiden Schwestern Kathrin und Martina als ein Land mit einem «Übermaß von Reichtum, Schönheit und Weite».

Während eines Ferienaufenthaltes bei Mutter Brigitte Geiger verraten die Schwestern, warum sie vor Jahren ihre Heimatstadt verlassen haben: Abenteuerlust, Fernweh und beruflicher Erfahrungsdrang seien die Triebfedern gewesen. So hat Kathrin Geiger (38) nach einem Studium der Wirtschaftsgeografie den beruflichen Sprung auf die arabische Halbinsel gewagt.

«Zuerst als Reiseleiterin in der Stadt Sharjah am Persischen Golf, wo ich auch die ersten Einblicke in diese für uns doch sehr fremde Arbeitswelt sammeln konnte», lächelt die 38-Jährige, als sie sich an selbst organisierte Kamelritte zu Wüsten-Camps oder Besichtigungsfahrten nach Dubai erinnert. Zeugnisse und ein Fotoalbum erzählen davon, wie Kathrin Geiger als Sicherheitsbeauftragte deutsche Geschäftsleute durch die Emirate begleitete. «Es waren gute Jobs, bei denen ich nicht nur eine angemessene Bezahlung erhielt, sondern zunehmend die Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung dieser wohlhabenden Staatengemeinschaft kennenlernte», meint sie.

Man glaubt ihr gerne, wenn man die Fotos des Wunderlandes betrachtet: Minarette der Dubai Moschee, die Skyline der Stadt Abu Ohabi, ein Kamelmarkt in der Oasenstadt Al Ain. Um herauszufinden, ob sie noch mit der Heimat zurechtkommt, ist Kathrin Geiger zurückgekehrt. Für immer? Ein Achselzucken ist die vage Antwort. Die jüngere Schwester Martina dagegen hat nach einer Ausbildung zur Erzieherin in einem Vorschulkindergarten Karriere gemacht. Weil sie inzwischen mit ihrer großen Liebe namens Darren Underwood verheiratet und Söhnchen Samuel (5) auf der arabischen Halbinsel geboren ist, fühlt sich die 28-Jährige dort «längst nicht mehr fremd». Freilich, mit ihrer Schwester ist sie sich einig, dass im Alltag einer Sechs-Tage-Woche der fröhliche Lebensstil nur in der knappen Freizeit stattfindet. Dennoch kann sie gut ausgebildeten jungen Leuten die Golfstaaten nur empfehlen.

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