Stötten / Marktoberdorf
Zwei Marktoberdorfer «regieren»

Jeder neue Spieler bekomme beim FC Bayern gleich das «Sieger-Gen» eingepflanzt, pflegt Manager Uli Hoeneß stets zu sagen. Ähnlich wie bei den Fußballern scheint es auch bei den Schützenvereinen in Marktoberdorf zu sein. So stellt Edelweiß Thalhofen mit Horst Urban den Gaukönig und die FSG Marktoberdorf mit Jonas Hafner den Gaujugendkönig. Beide hatten gestern beim prächtigen Festzug durch Stötten ihren ersten großen Auftritt.

«Bin begeistert und überwältigt»

Am Abend endete mit der «Königlich privilegierten Waschhausvereinigung» und dem Einholen des Gaubanners ein Schützenfest, das so ganz nach dem Geschmack von Richard Sirch war. Er ist nicht nur Erster Gauschützenmeister im Sportschützengau Kaufbeuren-Marktoberdorf, sondern auch Vorsitzender der gastgebenden Schützengesellschaft Stötten. «Ich bin begeistert und überwältigt», bilanzierte er allein den sportlichen Teil. Mit 1000 Schützen hatte er gerechnet, gekommen waren 1406. Aus diesem Grund wurde die Anzahl der Gewinne erhöht. Statt 10000 Euro wurden Prämien im Gesamtwert von über 13000 Euro ausgeschüttet.

Die beiden ersten Preise, je ein Luftgewehr, sahnten dabei Marktoberdorfer ab. Mit einem 1,4-Teiler erklomm Horst Urban den Königsthron. Der 69-jährige ehemalige Werkmeister hatte zwar schon einmal einen so guten Treffer erzielt, aber damit nicht diesen Erfolg gehabt. «Mich freut es besonders, dass ich in Stötten gewonnen habe», sagt er, «weil ich 20 Jahre in Hofen gelebt habe.» Vizekönigin wurde Barbara Erhard von der SG Stötten.

Bei den Edelweiß-Schützen kannte der Jubel über den Gaukönig keine Grenzen. Denn mit Stefan Jocham hatten sie bis Freitag bereits den Gaujugendkönig gestellt.

Freude auch bei der FSG Marktoberdorf: Jonas Hafner zielte ganz genau und wurde Gaujugendkönig. Der 16-Jährige, der den Beruf des Heizungsbauers lernt, habe schon geahnt, dass er mit seinem 3,0-Teiler weit vorn liegt, erzählte er. Doch auch Philip Kraus von der FSG Marktoberdorf hatte einen 3,0-Teiler erzielt. Das bessere zweite Blattl gab schließlich den Ausschlag.

Die Ehrenscheibe, die die Stöttener zum Schießen ausgelobt hatten, sicherte sich Alfred Zeller von Almarausch Aitrang. Auf so viele Sieger, wie sie sich bei der Königsehrung präsentierten, hätte Uli Hoeneß wahrscheinlich nur neidvoll geblickt. » Sonderseite 27

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