Buchloe
Zwei Kreisel auf den Weg gebracht

«So schnell wie möglich durchziehen» möchte Bürgermeister Josef Schweinberger die geplanten beiden Kreisverkehre in der Buchloer Bahnhofstraße. In seiner Sitzung am Dienstagabend stellte der Stadtrat die Weichen für beide Projekte und beschloss sowohl den Umbau der Mindelheimer Kreuzung als auch die Veränderung der Kreuzung Bahnhof-/Angerstraße. Zudem einigte sich der Stadtrat darauf, am Bahnhof einen zentralen Busbahnhof mit vier Bushaltebuchten zu planen.

Vorausgegangen war der Entscheidung erneut ein ausführliches Referat des Verkehrsplaners Reiner Neumann vom Büro Modus Consult in Ulm. Er hatte bereits Ende Juni vor dem Bauausschuss die Ergebnisse der Verkehrszählung präsentiert (wir berichteten).

Neumann erläuterte nochmals, die unterschiedlichen planerischen Ansätze für beide Kreisel. Während aus seiner Sicht «der Knoten an der Mindelheimer Kreuzung wirklich Probleme macht» und ein geregelter Verkehrsfluss dort nicht gewährleistet sei, machten vor allem städtebauliche Gesichtspunkte den Umbau der Kreuzung vor dem Bahnhof nötig.

Zudem empfahl Neumann «aus Gründen der besseren Verkehrsqualität», dass Autos, die aus der Hindenburgstraße kommen, nur noch nach rechts abbiegen sollen. Dies gefiel vor allem Matthias Kögl (FWV) gar nicht. Auch Maximilian Hartleitner (CSU) betonte zum wiederholten Mal, dass er die Kreisverkehre für «unübersichtlich» und «nicht notwendig» hält.

Mit Blick auf Hartleitner meinte CSU-Fraktionschef Herbert Barthelmes: «Sie sehen, es ist ihm nicht gelungen, uns zu überzeugen, und uns nicht, ihn zu überzeugen. Grundsätzlich begrüßen wir es, dass die Planungen weitergehen. Mit den Kreisverkehren wird es sicherer.»

Für Monika Strohmayer (SPD) stand die «positive Veränderung in optischer Hinsicht und aus Gründen der Sicherheit» im Vordergrund. Sie sorgte sich jedoch um die Radfahrer im Kreisverkehr.

Dazu der Planer: «Nehmen Sie die Radfahrer hier mit durch, das funktioniert auch in Zukunft.» Einem abgetrennten Radweg im Kreisel erteilte er eine Absage, «denn dieser müsste in der Bahnhofstraße fortgeführt werden und das ist dort nicht möglich.» Überzeugt von den Vorstellungen Neumanns zeigte sich Rudolf Grieb (UBI). Er wünschte sich aber eine weitere Querungshilfe für Fußgänger in Höhe Feneberg. Auch Eva Kienzle (FWV) war die Sicherheit der Fußgänger wichtig. «Zwei neue Kreisverkehre mit entsprechenden Übergängen sind eine Bereicherung», meinte sie.

Dass es vor allem durch die Zugeständnisse der Anwohner, Grund zu verkaufen, zu einer «städtebaulichen Verbesserung» an der Mindelheimer Kreuzung kommt, würdigte Herbert Barthelmes.

Und sein Fraktionskollege Hubert Heider wagte gar einen Blick in die Zukunft: «Ich denke, das Verkehrsproblem wird sich weiter in Richtung Krone verlagern. Langfristig werden wir um einen dritten Kreisel dort nicht herumkommen.» Die Kreisel kosten jeweils rund 300000 Euro und werden aus einem speziellen Förderprogramm mit 75 Prozent gefördert. Im Jahr 2010 sollen laut vorliegender Planung die Kreuzungen umgebaut werden. Die Verwaltung bereitet nun die Förderanträge und weiteren Planungen vor.

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