Weissensee
Zwei Jahre Arbeit: «Jetzt gehts los»

Zwei Jahre Vorbereitung liegen hinter der Musikkapelle Weissensee. Jetzt hat mit dem Festakt im prall gefüllten Schützenhaus in Roßmoos das Programm zum 27. Bezirksmusikfest des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) im Bezirk III Füssen begonnen. «Endlich ist es so weit», so Vorsitzender Christian Schneider. Nach dem Musikfest 2006 in Trauchgau hätten junge Musikanten gemeint, es wäre an der Zeit, so ein schönes Fest auch einmal in Weissensee zu feiern. Den Zuschlag erhielt man, obwohl man mit dem 135-jährigen Bestehen in diesem Jahr eigentlich kein rundes Jubiläum feiert.

Dass sie das Fest in Weissensee am richtigen Platz sehen, daraus machten die Vertreter des ASM keinen Hehl. «Dem Verein ist das Alter von 135 Jahren nicht anzusehen», betonte Bezirksleiter Gottfried Groß. «Die Gründer wären sicher stolz.» Mehr als hundert Jahre auch in schwierigen Zeiten zusammenzuhalten, zeuge von Engagement und Herzblut, meinte ASM-Vizepräsidentin Centa Theobald in ihrer Festansprache. Die Aus- und Fortbildung in Weissensee und im Bezirk III verdiene Lob und Anerkennung «Musik und Jugend gehören zusammen», betonte sie. Dieser Gemeinschaft und eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten, sei eine wichtige Prävention für Jugend und Gesellschaft «und besser als alle späteren Reparaturen des Staates.»

Dass sie auch musikalisch würdig ist, ein so großes Fest auszurichten, zeigte die Kapelle beim Festakt selbst mit ihren Interpretationen von Stücken wie «Slovenia» von Alfred Bösendorfer oder «The New Village» von Kees Vlak.

Ein launiges gemeinsames Grußwort sprachen die Schirmherren des Musikfestes, der Landtagsabgeordnete Dr. Paul Wengert und der Füssener Bürgermeister Paul Iacob, die meinten: «Bei dem schönen Wetter hätte es eigentlich keinen Schirmherrn gebraucht.» Dass auf dem Programm der 135 Jahre alten Kapelle ein «Concerto d Amore» («Liebeskonzert») stand, kommentierte Wengert: «In dem hohen Alter geht noch was.» Ernster wurde sein Hinweis auf die positiven Effekte des gemeinsamen Musizierens auf Sozialverhalten und Intelligenz. Bürgermeister Iacob beklagte, immer weniger Eltern könnten Lieder, die sie ihren Kindern etwa beim Schlafengehen vorsingen.

Landtagsabgeordnete und Vizelandrätin Angelika Schorer hob die Bedeutung der Musik im Ostallgäu hervor. «Wir sind nicht nur der Kreis der Seen, Schlösser und Berge, sondern auch der mit den meisten Blaskapellen in Bayern.» Mehr als 12000 Aktive zählten die 116 Kapellen in den 45 Gemeinden.

Ohne die Musik wären die Feste in Weissensee nicht denkbar, betonte Ulrike Seidel als Sprecherin der Vereine im Ort. Ein Dankeschön kam auch aus Schwangau. Seit mehr als 30 Jahren sei die Musikkapelle beim Colomannsfest dabei, sagte Martin Klopfer, der Vorsitzende des St. Coloman-Vereins. (mar)

Seinen Höhepunkt erreicht das Musikfest in Weissensee am ersten Juni-Wochenende mit Sternmarsch, Wertungsspielen und Festumzug.

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