Buchenberg / Wiggensbach
Zwei Dörfer bald im Fernseh-Duell

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Ein bisschen frech ist er schon, der Spruch, der auf der schwarzen Tafel vor dem Gasthof Kapitel in Wiggensbach zu lesen ist: «Wir sind besser als die Zwerge aus dem kleinen Buchenberg». Kein offener Streit ist zwischen den Nachbargemeinden entbrannt, aber es läuft ein Wettstreit, zu dem der Fernsehsender Pro 7 aufgefordert hat und der voraussichtlich Ende des Jahres als neue Abendshow «Crazy Competition» im Fernsehen zu sehen ist.

Bis Samstag müssen drei Aufgaben gelöst werden: Eine große, schwere Weißwurst brühen, aus einem Autowrack ein Geschoss schweißen, das, über eine Rampe katapultiert, möglichst weit fliegt und 30 Leute unterschiedlichen Alters finden, die es besonders lange aushalten, ohne zu bieseln. Der Gewinner erhält 10000 Euro, der Unterlegene bekommt einen zwei Meter hohen rosa «Schandstein». Schon bei den Vorbereitungen werden die Teams ständig von Kameraleuten begleitet. Samstag ist großer Showtag in Wiggensbach.

Gestern, kurz nach 9 Uhr: Die Harmoniemusik Wiggensbach spielt auf dem Marktplatz auf, Schulkinder jubeln, viele Einheimische sind gespannt, welche Aufgaben sich der Fernsehsender Pro7 ausgedacht hat. Hanni Jörg (44) sagt dem Pro 7-Kameramann selbstbewusst in die Linse. «Klar werden wir gegen die Buchenberger gewinnen, egal, was zu tun ist.

» Alfred Bay (47) ist allerdings von den Aufgaben enttäuscht. «Ich hätte gedacht, die Allgemeinheit wird mehr integriert.» Er findet zudem das Biesel-Duell «eher peinlich». Dennoch machen zum Schluss der Dreharbeiten die siegesgewissen Wiggensbacher noch drei La-Ola-Wellen vor dem Rathaus. Dann packt die zehnköpfige Fernseh-Crew ein und fährt ins Nachbardorf.

Buchenberg, kurz nach 11 Uhr. Bürgermeister Toni Barth: «Ich bin zuversichtlich, dass wir gewinnen.» Sein Buchenberger Dorfteam und die Kindergartenkinder johlen. Die Pro 7-Kameramänner filmen. Reporter stellen fragen.

Ernst wird es am Samstag auf einer Bühne neben dem Swoboda-Sportplatz am östlichen Ortseingang. Dann geht es unter anderem nicht nur sprichwörtlich um die Wurst. Und gefeiert wird danach auch auf jeden Fall, sind sich Barth und Guggenmos einig, «egal, wer den Wettstreit gewonnen hat».

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