Günz
Zusammenschluss mit Vorbildfunktion

Einigkeit haben die drei Gemeinden Holzgünz, Sontheim und Westerheim bei der Gründung des Zweckverbandes «Interkommunaler Industrie- und Gewerbepark A96» gezeigt. Zeugnis dafür legte auch ein Mix der Musikanten ab, bestehend aus den Original Kobachtaler Musikanten, der Musikgesellschaft Sontheim und den Westerheimer Musikanten, die den Gründungs-Festabend in Günz musikalisch umrahmten.

Westerheims Bürgermeisterin Christa Bail begrüßte zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens, darunter Landrat Hans-Joachim Weihrater, Vertreter der Industrie- und Handelskammer (IHK), der Kreishandwerkerschaft, des Staatlichen Bauamts Kempten sowie die Bürgermeisterkollegen Paul Nagler aus Holzgünz und German Fries aus Sontheim.

Insgesamt 65 Hektar Fläche

In das interkommunale Projekt sollen 65 Hektar Fläche südlich und nördlich der A96, Anschlussstelle Holzgünz, einfließen. Die Grundstücke sollen jedoch nicht alle vermarktet werden. Man könne sich zum Beispiel vorstellen, dass Ausgleichsflächen zur Verfügung gestellt werden.

Die drei beteiligten Gemeinden seien in Sachen Dorfstruktur gleichwertige Partner und begegneten sich daher auf Augenhöhe, sagte Bail. Dies sei eine «absolut gute und solide Grundlage» für eine interkommunale Zusammenarbeit, so die Gemeindechefin weiter. Die Hoffnungen des Projekts ruhen auf Gewerbesteuereinnahmen - allerdings wisse man natürlich mit Blick auf die Wirtschaftskrise um die damit verbundenen Unsicherheiten.

«Kleine Anlegeplätze haben keine Zukunftsperspektiven, wir bauen gleich einen großen Steg, wo viele anlegen können», sagte Bürgermeister Nagler. Entscheidungen seien dann gut, wenn das Kopf- und Bauchgefühl miteinander übereinstimmen, so die Meinung von Bürgermeister Fries. Es sei äußerst wichtig, mit anderen Gemeinden aktiv zusammenzuarbeiten.

Nachdem die A96 mittlerweile durchgängig befahrbar ist, wolle man nicht warten, bis andere aktiv werden, sagte Landrat Weirather. «Wir wollen uns dort, wo uns Gewerbeansiedlungen attraktiv erscheinen, entfalten. Wir wollen jedoch auch Natur schützen und Natur erhalten. Wir wollen keine Zersiedelung, wir wollen das Heft des Handelns in der Hand behalten», fügte er an. Dieser Zusammenschluss habe Vorbildfunktion und sei gut für den Wirtschaftsstandort Unterallgäu. Das Landratsamt sei hier ein konstruktiver Partner bei den Genehmigungen - «das verspreche ich», so der Kreischef.

«Entscheidung für die nächsten Jahrzehnte getroffen»

Der beauftragte Planer und Architekt Professor Dr. Lothar Zettler sei sich sicher, dass hier eine Entscheidung für die nächsten Jahrzehnte getroffen wurde. Er war der festen Überzeugung, dass «bei einem so flotten Gespann nichts schiefgehen kann».

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