Zusammenarbeit sichert Zukunft

Kirchheim/Kaufbeuren | un | Eine 500 Jahre lange Braugeschichte gibt es im Unterallgäuer Kirchheim. Bekannt wurde die Lechler-Brauerei als kleinste Brauerei Deutschlands, da sie im Ein-Mann-Betrieb geführt wird. Als nun der letzte Pächter aufhörte, stand Karl Lechler vor einem Problem. Denn einen Braumeister, Abfüller und Vertriebsbeauftragten in einer Person ist heutzutage kaum zu finden. Karl Lechler und der Vorstand der Aktienbrauerei Kaufbeuren, Peter Martin, haben nun eine Kooperation besiegelt.

Die Aktienbrauerei schickt laut Martin und dem Prokuristen und Braumeister Frank Braun jedes Mal ein Team zum Sud ansetzen nach Kirchheim. Gebraut wird also weiterhin im Fuggermarkt. Am Abend nimmt die Truppe dann den Sud mit und füllt ihn in Holzhausen, ebenfalls eine kleine Brauerei, die der Aktienbrauerei gehört, in geeignete Tanks. Dort reift der Gerstensaft heran und wird dann in Flaschen und Fässer abgefüllt. Am Ende kommt das fertige Bier zurück nach Kirchheim.

Warum dieser Aufwand? Nun, da kommt Peter Martin so richtig ins Schwärmen. 'Unsere bayerische Bierkultur lebt von der Vielfalt der mittelständischen Brauereien.' 17 verschiedene Sorten Bier gibt es unter dem Dach der Aktienbrauerei. Lechler-Bier soll aber weiterhin den Kirchheimern vorbehalten bleiben.

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