Ausstellung
Zur Messe Immotionale in Memmingen kommen über 2000 Besucher

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Birgit und Matthias Pätzold haben sich ein rund 30 Jahre altes Haus gekauft und renovieren es jetzt Stück für Stück. 'Wir wollen moderne Technik, der Charakter des Gebäudes soll aber erhalten bleiben', skizzieren sie ihre Umbaupläne. Die beiden Lautracher gehören zu den über 2000 Besuchern, die sich am Wochenende nach Schätzungen der Veranstalter auf der 1. 'Memminger Immotionale' informieren. Die 60 regionalen Aussteller in der Stadthalle sind eine 'nützliche Anlaufstelle für Häuslebauer, Renovierer und Energiesparer', wie es der Veranstalter beschreibt.

Die Bedeutung der Baubranche unterstreicht Bürgermeisterin Margareta Böckh bei der Eröffnung der Ausstellung. Laut Prognosen werde der Umsatz im Baugewerbe heuer um 6,8 Prozent steigen, so die Kommunalpolitikerin. "Das sind Mut machende Zahlen nach der Wirtschaftskrise." - Nach wie vor stehe der Häuslebau bei jungen Leuten hoch im Kurs. Weitere wichtige Themen seien altersgerechtes Bauen und energetisches Sanieren. Der Bau oder Kauf eines Hauses sei immer eine besonders emotionale Angelegenheit, so Ferdinand S."Horcher von der Veranstalterin der Ausstellung, der Schwäbischen Messegesellschaft. In Anlehnung daran habe man die Ausstellung "Immotionale" genannt. "Das eigene, gemütliche Heim ist der zentrale Lebensmittelpunkt von uns allen", sagt Horcher. Zudem seien Immobilien "eine sichere Bank".

Angesichts der Diskussion um den Euro gebe es eine starke Nachfrage, sagt die Memminger Immobilienfachmaklerin Martina M. Heizmann, die auf der Messe vertreten ist.

"Schon einige Ideen geholt"

Birgit und Matthias Pätzold haben sich ihren Traum vom eigenen Heim bereits erfüllt. Jetzt nutzen sie immer wieder die Gelegenheit, um Anregungen für die Sanierung zu bekommen. "Wir haben uns auf Messen schon einige Ideen geholt", erzählt Birgit Pätzold. Von einem Schreiner, der über Holzböden informiert, geht es an diesem Samstagvormittag weiter zu einem Stand, an dem Photovoltaik-Anlagen im Mittelpunkt stehen.

Gudrun und Helmut Schaller sind aus dem Ostallgäuer Germaringen zur 1. "Memminger Immotionalen" gekommen. "Wir sind dabei, uns ein Haus zu kaufen und brauchen dort eine neue Heizung", erzählen sie. In der Stadthalle wollen sie sich Tipps holen. Aus beruflichen Gründen besucht der Ottobeurer Johannes Rothermel die Messe. Er arbeitet in der Marketing-Abteilung eines Unternehmens, das Produkte mit 3D-Technik darstellt. Jetzt will er Kontakte mit möglichen Geschäftspartnern knüpfen.

Die Unternehmen, die sich auf der Messe präsentieren, ziehen gegen Ende der Ausstellung eine durchwachsene Bilanz. Mehrfach ist zu hören, dass der Besuch am Samstag unter den Erwartungen geblieben sei, während der Sonntag deutlich mehr Gäste gebracht habe. Die einen Aussteller sind unterm Strich zufrieden, ein anderer ist dagegen der Auffassung, dass es inzwischen zu viele solcher Messen gebe.

Das führe zu einer Übersättigung bei den Verbrauchern.

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