Weiler
Zum zweiten Mal in den Ruhestand

Nachdem Walter Schäfer nach dem Ablauf seines pädagogischen Auslandseinsatzes in Luxemburg schon einmal in den Vorruhestand verabschiedet worden ist, ließ er es sich nicht nehmen, das selbe Ereignis in Bayern nochmals nachzufeiern. Allerdings acht Jahre später. Schließlich zog sich der gebürtige Kemptener nach seinem Luxemburg-Einsatz nicht aufs Altenteil zurück, sondern übernahm anschließend den Posten des Schulleiters an der Volks- und Hauptschule in Weiler.

Mit einem abwechslungsreichen Abschiedsprogramm versüßten Schüler und Lehrer ihrem Schulleiter den Weg ins Privatleben. Unter den mehr als 100 geladenen Gästen und Mitwirkenden waren auch zahlreiche Kollegen umliegender Schulen und Bürgermeister aus Nachbargemeinden.

In seiner Laudatio gab Schulamtsdirektor Thomas Novy einen kurzen Überblick über Walter Schäfers berufliche Laufbahn. Novy bezeichnete den 62-Jährigen als «sachkompetenten, konfliktfreien, loyalen und kreativen» Beamten, der sich durch seine «Fürsorge für jedes einzelne Kind» auszeichnete. «Deine Konzepte regten andere an, zu partizipieren und mitzugehen», so der Schulamts-Chef, der gleichzeitig Schäfers Nachfolger Karl-Heinz Giegerich - bislang Konrektor der Hauptschule Immenstadt - zur Beförderung gratulierte.

Bürgermeister Karl-Heinz Rudolph lobte den Pädagogen als «lösungsorientierten Praktiker und Pragmatiker», der bei Verhandlungen immer viel Verständnis für die Haushaltsprobleme der Gemeinde gehabt habe. Schäfers offene Art sprach der Vorsitzende des Elternbeirats, Rainer Wolf, an: «Der Elternbeirat hatte nie das Gefühl da sitzt der Rex, da die Eltern - wir saßen immer auf einer Ebene.»

In seiner mit dem Titel «Reminiszenzen» überschriebenen Rede sprach Schäfer humorvoll auch seine schlimmsten, berufsbezogenen Befürchtungen an: «Mei Oma is au scho bei dia in d´Schul ganga - vor diesem Satz hatte ich am meisten Angst.» Der zukünftige Ex-Rektor erzählte von seinen Anfängen in Scheffau («an Montagen musste ich immer das Schulhaus vorheizen»), seinem weiteren Werdegang in Lindau («bei plus vier Grad im Klassenzimmer gab´s kältefrei»), seinen Auslandseinsätzen und schließlich seiner Laufbahnkrönung als Schulleiter in Weiler.

Konrektor Hans Egger dankte Walter Schäfer im Namen des gesamten Kollegiums und schenkte dem Ruheständler symbolträchtig eine Gartenbank: «Du warst eine Bank, und deshalb hast du jetzt eine bekommen.»

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