Special Allgäuer Festwoche SPECIAL

Erkenntnisse aus Befragung
Zukunft der Allgäuer Festwoche: "Veränderungen ja, aber behutsam"

Festwoche 2017

Wie geht es weiter mit der Allgäuer Festwoche? Nicht viel anders als bisher. Das Erfolgsrezept der letzten 70 Jahre, die Mischung aus Wirtschaftsmesse und Heimatfest, soll wohl grundsätzlich auch in den nächsten 30 Jahren nicht großartig verändert werden. Zu diesem Schluss kommt der Werkausschuss des Kemptener Stadtrats, nachdem  das Mittelstands-Institut (MIT) an der Hochschule Kempten dem Stadtrat das Ergebnis einer Befragung zur Zukunft der Allgäuer Festwoche (Link auf pdf) präsentiert hat.

Befragte erkennen den "besonderen Charakter" der Allgäuer Festwoche

Laut den Organisatoren der Festwoche ist dabei auffallend, dass die befragten Zielgruppen (Bürger, Aussteller, Dienstleister Anwohner und Stadträte) mehrheitlich "im Gleichklang" sind. Demnach sehen die Befragten in der Festwoche "einen wichtigen 'Wirtschaftsfaktor für die Region', erkennen ihren besonderen Charakter als 'sozialer Treffpunkt für Jung und Alt'", so eine Pressemitteilung der Festwochenleitung. Auch im Digitalzeitalter sehnen sich die Menschen offenbar nach "Face-to-Face"-Kommunikation.

Regionalität der Aussteller und Tradition besonders wichtig

Regionalität, Nachhaltigkeit, Traditionspflege tauchen in den Wünschen und Anregungen auf. Den Schwerpunkt auf regionalen Ausstellern wünschen sich 97 Prozent der Stadträte, 83 Prozent der Bürger und 96 Prozent der Aussteller. Bei den Dienstleistern und Mitwirkenden sind es sogar 98 Prozent. Die Festwochenleitung sieht daher ihre bisherige Linie bestätigt. Aktuell kommen 50 Prozent der Aussteller aus dem Allgäu.

Prof. Dr. Alfred Bauer und Christiaan Niemeijer vom MIT zeigten sich von der regen Beteiligung an der Bürgerbefragung beeindruckt. Sie schließen daraus, dass die Festwoche quer durch alle Altersschichten wichtig sei.

Bedeutung in der Region: Rund 50 Prozent der Besucher kommen Kempten und Umgebung

21 Prozent der Besucher gaben in der Befragung an, dass sie aus Kempten kommen. Damit ist zumindest mal widerlegt, dass die Allgäuer Festwoche eine "reine Kemptener Angelegenheit" ist, wie man des Öfteren hört. Weitere 31 Prozent kommen aus dem Umkreis von 25 Kilometern. Aus dem erweiterten Allgäuer Umkreis bis 100 Kilometer besuchen rund 37 Prozent der Befragten die Festwoche. Nur knapp 10 Prozent kommen tatsächlich von über 100 Kilometern.

Was bringt die Zukunft?

Die richtige Mischung: Niemand weiß, wie sie in 30 Jahren aussehen wird. Für die Festwochenleitung steht zumindest fest, dass man die Allgäuer Festwoche nur behutsam ändern wird: "quasi Evolution statt Revolution".

Methodik der Befragung

Schriftlich befragt wurden der Kemptener Stadtrat, Aussteller, Dienstleister und Mitwirkende sowie die Anwohner am Festgelände. Die Bürgerbefragung fand online statt. Es beteiligten sich 496 Bürger. Befragungszeitraum: 10. August bis 11. September 2020. Die Befragungsergebnisse sind auf www.festwoche.com zu finden.

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