Zitterpartie bringt Punkte

Ottobeuren | rad | Es bleibt dabei: In eigener Halle ist Handball-Bayernligist TSV Ottobeuren weiter eine Macht. Gegen die SG DJK Rimpar mussten die Unterallgäuer aber all ihre Kampfkraft in die Waagschale werfen, um am Samstagabend letztendlich hauchdünn mit 30:29 (15:15) die Oberhand und vor allem die Punkte zu behalten.

Was für Co-Trainer Thomas Lang dann auch das Entscheidende war: 'Wir haben gegen einen direkten Konkurrenten gewonnen, das zählt. Da ist es nur zweitrangig, ob die Partie schön anzusehen war.' Damit traf Lang den Nagel ziemlich auf den Kopf, denn die knapp 250 Fans sahen eine ziemlich zerfahrene und wenig flüssige Partie. 'Es war auch eine recht hart geführte Begegnung', resümierte Trainer Hannes Schultens.

Schon früh war zu erkennen, dass in diesem Spiel kein Schönheitspreis zu gewinnen war. Die Hausherren ließen sich von den unsicheren Gästen anstecken und agierten insbesondere im Offensiv-Bereich ungewohnt hektisch. Viele unnötige Ballverluste verhinderten eine frühe Vorentscheidung, die in der ersten Viertelstunde gegen die biederen Gäste beinahe schon gelungen wäre. Mit 9:5 lag der TSVO vorn, ehe dann die Unparteiischen zunächst die Einheimischen recht einseitig bestraften: Sechs Zeitstrafen sowie vier Siebenmeter innerhalb kurzer Zeit gegen die Ottobeurer ließen die Partie wieder spannend werden - und nach 23 Minuten lag dann plötzlich der Aufsteiger mit 11:12 in Führung. Zumindest bis zur Pausensirene glichen die Schützlinge von Hannes Schultens und Thomas Lang wieder aus. Wohl inspiriert von den Kunstrad-Darbietungen der Vizeweltmeiser Huber/Volk (Kirchdorf/Iller) in der Halbzeitpause kam Ottobeuren konzentrierter aus der Kabine. Die ersten drei Treffer setzte von der rechten Seite Attila Susan und legte den Grundstock für den späteren Sieg. Bis zwölf Minuten vor dem Ende wurde mit 25:21 erneut ein scheinbar komfortabler Vorsprung herausgeschossen, aber die dritte Zweiminutenstrafe (und die daraus resultierende Rote Karte) gegen Daniel Berkessel ließ den Vorsprung schmelzen. Benedikt Bartenschlager sprang in die Bresche - er traf in der heißen Schlussphase dreimal und war zusammen mit Achim Wittlinger (5 Tore) und Daniel Berkessel (6 Tore) der erfolgreichste Ottobeurer Werfer an diesem Abend.

'Es war nicht sonderlich berauschend, aber wir haben gekämpft und die Einstellung hat gepasst', freute sich Thomas Lang. Allerdings musste der Co-Trainer zusammen mit den Fans bis zur letzten Sekunde zittern und mit ansehen, wie der letzte Wurf der Gäste am Pfosten landete und erst damit beide Punkte beim TSVO blieben.

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Allgäuer Zeitung aus Kempten

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