Fw Kreisversammlung
Ziel: Ab 2014 den Landrat stellen

Für die Freien Wähler (FW) im Oberallgäu ist eine Ära zu Ende gegangen. Vorsitzender Wolfgang Hützler, seit 1997 Chef der Kreisgruppe und seit 2001 auch Kopf des neu gegründeten Kreisverbandes, verlegt seinen Wohnsitz ins Unterallgäu und stellte sich auf der Mitgliederversammlung nicht mehr zur Wahl.

Zum Nachfolger wählte die Versammlung Hugo Wirthensohn aus Altusried, der die FW seit 20 Jahren im Kreistag vertritt. Weitere neue Mitglieder im Vorstand sind Helmut Notebaum aus Sonthofen als dritter Vorsitzender und Daniel Freuding aus Burgberg als Schriftführer.

Der Wechsel in der Vorstandschaft ist ein Markstein für die Freie Wählerschaft, die sich unter der Ägide des ehemaligen Bürgermeisters von Oy-Mittelberg aufgestellt hat und sich heute mit 15 Kreisräten, sieben Bürgermeistern und den Landtagsabgeordneten Ulrike Müller und Leopold Herz präsentiert. Grund genug für den Kreisverband, den scheidenden Chef für seine Verdienste zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen. Vom Landesverband gab es die Ehrennadel in Gold.

Landtagsabgeordnete Ulrike Müller gab einen Kurzbericht über drei Jahre Tätigkeit der Freien Wähler im Landtag und lieferte einen Überblick über aktuelle Themen wie die Weiterentwicklung der europäischen Agrarpolitik, das Engagement für eine Energiewende von 'unten nach oben' und die Ablehnung einer dritten Startbahn am Münchner Flughafen. Die Freien Wähler bezögen hier klare Position und zeigten Profil, bekräftigte die Landtagsabgeordnete.

Vor dem Amtswechsel auf Kreisebene gab es deutliche Worte des scheidenden Vorsitzenden zum Vorgehen bei der Urabstimmung über die Beteiligung der Freien Wähler an der Bundestagswahl und die Verschmelzung der Landesgruppe Bayern der FW mit der Bundesvereinigung. Das Gros der FW, die mit rund 35 000 Mitgliedern in den Verbänden organisiert seien, habe man zum Verschmelzungsverfahren gar nicht gefragt.

Die Entscheidung über ein Für und Wider fällen jetzt dagegen nur die knapp 3500 in der Landesgruppe organisierten Freien Wähler. Die Urabstimmung laufe bis zum 30. November, die Auszählung erfolge bis zum 12. Dezember und Mitte Januar werde sich dann die Zukunft der Wählergruppe entscheiden. Bis dahin will auch die Kreisgruppe die Geschäfte ruhen lassen.

'Manchmal saumäßig zäh'

Der neue Vorsitzende Hugo Wirthensohn räumte ein, dass es in der heterogenen Masse bei den FW 'manchmal saumäßig zäh' vorangehe. Seine Ziele formulierte er trotzdem deutlich: '2014 soll der erste Landrat von den Freien Wählern gestellt werden.' Außerdem sollten die Ortsverbände als Plattform für alle, die sich politisch ohne Parteicouleur engagieren wollen, gestärkt werden. Ein kommunalpolitisches Gremium ohne Freie Wähler werde es künftig nicht mehr geben. Darum gelte es, gute Kandidaten für Gemeinde- und Kreistag sowie für den Landrat zu finden.

Auch für die komplexeren Gebilde auf Landes- und Bundesebene müsse man wieder eine Gruppierung zustande bringen: 'Das sind wir, die wir als einzige in Bayern gleich zwei Kandidaten durchgebracht haben, unseren Abgeordneten schuldig.'

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