Sonthofen
Zeichen gegen Diktatur und Unterdrückung

Die Attentäter um Claus Schenk Graf von Stauffenberg hätten ein Zeichen gesetzt gegen Gewalt und Unterdrückung im «Dritten Reich», so Sonthofens Standortältester Oberst Wolfgang Klos in seiner kurzen Einführung zum Gedenkappell in der Generaloberst-Beck-Kaserne. «Der 20. Juli ist ein Ehrentag der deutschen Geschichte».

Eine Gruppe hochrangiger Offiziere um Stauffenberg hatte am 20. Juli 1944 vergeblich versucht, Adolf Hitler mit einem Sprengstoffattentat im Führerhauptquartier («Wolfsschanze») zu töten. So sollte das nationalsozialistische Regime beendet werden.

Laut Klos sei auch das Menschenbild des Grundgesetzes von den Überzeugungen dieser Männer geprägt worden. So hätten sie beigetragen, der Bundesrepublik ein Gesicht zu geben.

Der traditionelle Appell auf der Burg fiel heuer etwas kleiner aus als gewöhnlich. Grund war der bevorstehende Umzug der ABC- und Selbstschutzschule nach Hannover.

Namensgeber Beck war führender Kopf des Widerstands

Hauptmann Josef Oswald betonte in seiner Ansprache zum Gedenktag die Rolle des Generaloberst Ludwig Beck im deutschen Widerstand. Der Namensgeber der Kaserne auf der Sonthofer Burg sei einer der führenden Köpfe der Widerstandsbewegung gewesen. Beck habe sich aber aufgrund seiner wichtigen Position eher im Hintergrund der Bewegung gehalten.

Oswald nannte die am Attentat beteiligten Offiziere «Vorbilder für Soldaten». Sie seien nach ihrem Gewissen gegen ein Unrechtsregime vorgegangen. Der Bundeswehr-Hauptmann: «Jeder muss immer prüfen, ob er das, was er tut, mit seinem Gewissen vereinbaren kann».

Sobald es den leisesten Zweifel an dieser Gewissensprüfung gebe, müsse man handeln, erklärte der Redner. Zum Gedenken an die Attentäter des 20. Juli legten Oberst Klos und Sonthofens dritter Bürgermeister Wolfgang Deppe einen Kranz nieder.

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