Allgäu
Zecken auf dem Vormarsch

Die Temperaturen steigen und locken zunehmend ins Freie. Im Grünen lauert jedoch eine ganz besondere Gefahr: Zecken, die durch ihren Biss mitunter tödlich endende Krankheiten übertragen können. Milde Winter begünstigen die Zeckenpopulation zusätzlich.

Unabhängig davon, ob Hundehalter mit ihrem Tier im Park, Wald oder im eigenen Garten unterwegs sind: Das Tier sollte nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich nach Zecken abgesucht werden.

Dasselbe gilt für Katzen mit Freigang. 'Je länger die Zecke am Blut des Hundes oder der Katze saugt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass lebensgefährliche Erreger übertragen werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, immer beispielsweise einen Zeckenhebel bei sich zu tragen, um schnellstmöglich reagieren zu können', empfiehlt die für die Tierschutzorganisation Tasso tätige Tierärztin Dr. Bettina Schmidt.

Nicht immer gelingt es jedoch, die ganze Zecke zu entfernen. 'Bleibt der Kopf stecken, keinesfalls an der Stelle drücken oder quetschen, denn in den meisten Fällen schafft es der Körper von selbst, den Zeckenkopf abzustoßen. Sollten Tierhalter jedoch eine Entzündung oder Eiter feststellen, muss ein Tierarzt hinzugezogen werden.'

Krankheiten
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<p>'Die häufig durch Zecken verbreiteten Krankheiten bei Hunden sind die Anaplasmose und die Lyme-Borreliose. Gegen Borreliose können Hunde ab dem Alter von zwölf Wochen vorsorglich geimpft werden, ein vollständiger Schutz gegen diese Krankheit lässt sich dadurch jedoch nicht erreichen', erklärt die Tierärztin. Die Borreliose kann nach einer Inkubationszeit von zwei Wochen bis hin zu fünf Monaten ausbrechen.

Die sogenannte Wanderröte rund um die Einstichstelle ist ein typisches Symptom beim Mensch, tritt aber bei Hund und Katze selten auf oder kann durch das Fell oder eine Hautpigmentierungverdeckt werden. Des Weiteren können Fieber, Schmerzen und Entzündungen der Gelenke und damit wechselnde Lahmheiten auftreten. Der Verlauf kann beschwerdefrei bis hin zu schwer erkrankt sein.

Besteht der Verdacht auf eine Borrelien-Infektion muss das Tier unverzüglich dem Tierarzt vorgestellt werden, der nach der Diagnose eine Behandlung ansetzt.

Autor:

Redaktion extra aus Kempten

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