Zecken auf dem Vormarsch: Schon vier FSME-Fälle

Sonthofen/Oberallgäu | uw | Die Gefahr, im Oberallgäu durch einen Zeckenstich an der viralen Hirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) zu erkranken, wächst. Heuer wurden im nördlichen Landkreis bereits vier Fälle der meldepflichtigen Erkrankung bekannt. Darauf weist das Gesundheitsamt hin und rät zu Vorsicht: Wer sich in der Natur aufhalte, sei dem Risiko eines Zeckenstiches ausgesetzt und sollte sich daher gegen FSME impfen lassen.

Bisher sind das Oberallgäu und Kempten laut Dr. Alfred Glocker, Leiter des Gesundheitsamtes, vom Robert Koch Institut nicht als FSME-Risikogebiet ausgewiesen. Dagegen seien Unter- und Ostallgäu wegen vereinzelter Fälle bereits mit «gelb» kartiert, Lindau als Risikogebiet «rot». Bei solcher Umgebung war es laut Glocker nur eine Frage der Zeit, bis auch im Oberallgäu vermehrt FSME-Fälle auftreten.

Der Fachmann rät: Helle Kleidung tragen

Eine Impfung zahlen demnach fast alle Krankenkassen; im Zweifelsfall fragen Versicherte vorher ihren Arzt oder ihre Krankenkasse. Wichtiger Grundsatz ist zudem, Zeckenstiche möglichst ganz zu vermeiden. Bei Wanderungen durch Strauchwerk oder hohes Gras rät Glocker zur leichteren Erkennung der Zecken zu heller Kleidung, die möglichst viel Körperfläche bedeckt.

Nach naturnahem Aufenthalt in gefährdeten Gebieten empfiehlt er, den Körper sorgfältig abzusuchen. Die Anwendung von sogenannten Repellents, also Zecken abschreckenden Schutzmitteln (wie Autan), biete nur zeitlich begrenzten Schutz gegen die Blutsauger.

Im Ernstfall müsse das Tier umgehend, möglichst mit einer Zeckenpinzette, entfernt und dann die Wunde sorgfältig desinfiziert werden. Ein Quetschen ist zu vermeiden, da so vermehrt Viren in den Organismus gelangen können (also auch kein Öl und keinen Klebstoff verwenden).

Eine «Zeckencard», mit der man die Blutsauger entfernen kann, erhalten unsere Leser kostenlos in den Geschäftsstellen des Allgäuer Anzeigeblattes in Immenstadt und Sonthofen (solange der Vorrat reicht).

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