Special Zeit der Zecken SPECIAL

Natur
Zecke ist das gefährlichste Tier

Jetzt im Frühling zieht es die Menschen wieder verstärkt raus ins Freie. Doch gibt es eine Gefahr zu beachten: Zecken. Wir haben einige Fakten über die gefährlichen Insekten zusammengetragen.

Ist die Zecke das gefährlichste Tier Deutschlands?

Ja. Die Zecke ist als Überträger von Krankheiten in der Lage, sehr viele Pathogene – also Bakterien, Viren, Einzeller und andere Erreger – zu übertragen. Im vergangenen Jahr sind wieder mehr als 400 Fälle von FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) aufgetreten. Es gibt kaum vergleichbare Organismen, die so viele Parasiten und Erreger übertragen können.

Was macht Zecken so gefährlich?

Zecken brauchen für ihre Entwicklung Blut, das sie an verschiedenen Wirtstieren aufnehmen. Dadurch können sie Erreger vom einen auf den anderen Wirt übertragen. An vorderster Front stehen dabei Borreliose und FSME. 80 Prozent der FSME-Erkrankungen in Deutschland treten dabei in Bayern und Baden-Württemberg auf.

Nimmt die Gefahr, die von Zecken ausgeht, insgesamt zu?

Bedingt durch Wettereinflüsse breiten sich Zecken vermehrt in Richtung Norden aus. Außerdem tauchen sie in immer höheren Lagen auf. Waren früher etwa 800 Höhenmeter die Grenze, sind es jetzt 1200, einzelnen Berichten zufolge sogar 1500 Meter. Hinzu kommt die Gefahr, dass neue Zeckenarten nach Mitteleuropa einwandern – und damit auch weitere Erreger.

Wie können Menschen sich vor Zecken schützen?

Man sollte sich natürlich nicht vom Rausgehen abhalten lassen! Lange Kleidung bietet einen gewissen Schutz. Nach einem Spaziergang in der Natur sollte man sich auf jeden Fall absuchen und Zecken möglichst frühzeitig entfernen. Gerade bei der Borreliose spielt das eine Rolle, da die Bakterien erst nach zwölf bis 24 Stunden übertragen werden. Vor FSME sollte man sich hingegen durch eine Impfung schützen. Eine Behandlung dieser Erkrankung ist nicht möglich.

Hat die Zecke eigentlich Feinde in der Natur?

Die Zecke hat nur wenige natürliche Feinde, die man aber zu ihrer Bekämpfung einsetzen kann. Da gibt es zum einen Pilze und einzelne Fadenwürmer, zum anderen die Erzwespe, die gezielt Eier in Zecken ablegt. Sobald die Zecke dann Blut saugt, entwickeln sich aus den Eiern die kleinen Wespen und töten die Zecke ab. Diese biologischen Mittel auf Freilandflächen einzusetzen ist jedoch nicht einfach. Dazu gehören zum Beispiel aufwändige Untersuchungen, ob nicht auch andere Organismen geschädigt werden.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen