Kriminalitätsstatistik
Zahl der Tötungsdelikte, Vergewaltigungen und Raub steigt im Oberallgäu um 56 Prozent

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Sicherheit ist für Markus Asbach, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Kempten, ein Standortfaktor für Städte und Gemeinden. Der Blick auf die Entwicklung der gesamten Kriminalität in Kempten und dem Altlandkreis sei demnach für die Bürger ein gutes Signal, sagte er am Freitag in einem Gespräch mit der AZ. Die Zahl der Fälle sinkt, die Aufklärungsquote ist unverändert hoch. Einen Ausreißer stellt die aktuelle Statistik der Kripo zur Gewaltkriminalität dar: Die Zahl dieser Delikte (81) stieg 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 56 Prozent.

Dafür gebe es freilich Erklärungen, sagt Kripo-Chef Michael Haber. So lägen jetzt gemeldete Fälle von Vergewaltigungen teilweise schon Jahre zurück. Debatten wie „MeToo“ oder „Nein heißt Nein“ hätten offenbar Opfer ermutigt, sich an die Polizei zu wenden. Fast ausschließlich gehe es dabei um Beziehungstaten. Das gelte auch bei Fällen von Kindesmissbrauch. Die neuen Medien spielten dabei eine große Rolle, etwa wenn pornografische Bilder an Minderjährige versendet werden. Jugendliche würden oft auch Opfer von Raubdelikten. Auf Handys und Bargeld hätten es die Täter am häufigsten abgesehen.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Samstagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kempten, vom 23.03.2019.

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