Auch wegen Wohnungsmarkt
Zahl der Berufspendler nach Kempten im Allgäu auf 21.000 gestiegen

Frust im Stau: Immer mehr Beschäftigte haben weite Wege zur Arbeit. Die Gewerkschaft IG BAU macht für den Trend auch den fehlenden Wohnraum in Groß- und Universitätsstädten verantwortlich.
  • Frust im Stau: Immer mehr Beschäftigte haben weite Wege zur Arbeit. Die Gewerkschaft IG BAU macht für den Trend auch den fehlenden Wohnraum in Groß- und Universitätsstädten verantwortlich.
  • Foto: IG BAU
  • hochgeladen von Holger Mock

37 Prozent mehr Pendler innerhalb von knapp 20 Jahren: Laut der Gewerkschaft IG Bau hat die Zahl der Berufspendler in Kempten einen neuen Höchststand erreicht. Rund 21.000 Menschen fahren demnach jeden Tag von außerhalb in die Stadt, um zu arbeiten.

Es fehlt bezahlbarer Wohnraum

Die IG BAU beruft sich auf Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und spricht in einer Pressemitteilung von einem "alarmierenden Trend". Hauptursache: Es fehlt bezahlbarer Wohnraum. Nicht nur in Großstädten wie München, sondern mittlerweile eben auch in kleineren Städten wie Kempten. „Eine wachsende Zahl von Menschen kann sich die hohen Mieten und Immobilienpreise aber gerade dort nicht mehr leisten, wo in den letzten Jahren besonders viele Jobs entstanden sind“, so der Bezirksvorsitzende der IG BAU Schwaben Michael Jäger. Die Folge seien immer längere Staus und überfüllte Züge.

Drastische Wende ist nötig

Strecken von mehr als 50 Kilometern bis zum Arbeitsplatz seien für viele Pendler in Kempten mittlerweile gang und gäbe, betont Jäger. „Dabei geht nicht nur wertvolle Zeit für Familie, Freunde und Hobbys verloren. Auch die Umwelt leidet unter der Fahrerei.“ Nötig sei eine „drastische Wende“ in der Wohnungsbaupolitik. „Die öffentliche Hand muss viel mehr als bisher investieren, um bezahlbaren Wohnraum in den Metropolen und Ballungsräumen zu schaffen. Es fehlen vor allem Wohnungen im sozialen und im bezahlbaren Segment“, so Jäger.

Massive Investitionen seien aber auch im Bereich der Verkehrsinfrastruktur unverzichtbar, um die Pendler zu entlasten. „Vor allem beim Schienen-, Straßen- und Radwegenetz ist der Nachholbedarf groß“, macht Jäger deutlich.

Autor:

Holger Mock aus Kempten

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