Wunsch nach mehr Transparenz bei Kontrolle der Kliniken

Marktoberdorf/Ostallgäu | hie | Der frisch für die Grünen in den Landtag gewählte Abgeordnete Thomas Gehring aus Gunzesried stellte sich in der Kreisversammlung den Ostallgäuer Parteimitgliedern vor: Der besonders in den Bereichen Bildung und Schule erfahrene Politiker will sich in der Opposition für diese Themen stark machen und insbesondere auf einen Systemwechsel hin zu einer längeren gemeinsamen Grundschulzeit der Kinder hinarbeiten. Als weitere Schwerpunkte nannte er Energie und Gentechnikfreiheit. Er kündigte die Eröffnung eines Wahlkreisbüros in Kempten an und bot den Ostallgäuer Grünen seine Zusammenarbeit an.

Kreisvorsitzender Hubert Endhardt zog eine Bilanz des Wahljahres 2008: Die Kommunalwahl sei ein großer Erfolg gewesen, freute er sich. Seine Partei stelle nunmehr sechs Kreisräte, er selbst sei zu einem weiteren Stellvertreter des Landrats bestimmt worden. «In dieser Position kann ich das Grün-Sein auf eine andere Ebene transportieren,» stellte er heraus. In sechs Ostallgäuer Kommunen und in Kaufbeuren gebe es grüne Ratsmitglieder, darunter zwei Dritte Bürgermeister in Marktoberdorf und Obergünzburg. Auch die Landtagswahl wertete er als erfolgreich und verwies auf gute Einzelergebnisse.

Keine Kandidaten gefunden

Zu Diskussionen kam es, als Endhardt seinen Posten als Vorstandssprecher im Kreisverband zur Verfügung stellte. Er erklärte sich jedoch gleichzeitig zur Wiederwahl bereit, falls sich kein anderer Kandidat finden sollte. Um eine Neuerung einzuleiten, dürfe er nicht mehr kandidieren, wurde kritisiert. Andere lobten seine gute Arbeit und baten ihn weiter zu machen. Kandidaten, auch für weitere vakante Vorstandsposten, fanden sich jedoch nicht. Endhardt beendete die Diskussion mit der Bitte um Lösungsvorschläge bis zur nächsten Sitzung.

Spannend wurde es bei den Berichten aus dem Kreistag und aus den Ortsverbänden: Endhardt selbst zählte viele weichenstellende Themen aus dem Kreisausschuss auf, wie die Planfeststellung für die Ortsumgehung Marktoberdorf oder diverse Schulerweiterungen im Landkreis.

Er bemängelte, dass seiner Meinung nach zu viel von der Verwaltung entschieden wird und nicht in den Kreistag kommt.

Kreisrat Dr. Rudolf Sprich berichtete über die schwierige und anstrengende Arbeit im Verwaltungsrat der Kliniken. Er bedauerte, dass von ihm eingebrachte Anträge abgewiesen worden seien und dass er wegen des nicht öffentlichen Charakters der Sitzungen kritische Fragen nicht nach außen tragen dürfe. Axel Maaß, der den Posten in der letzten Legislaturperiode innegehabt hatte, vermisste in diesem Bereich eine transparente Politik und klare Angaben zu den Defiziten. Aus dem Marktoberdorfer Stadtrat nannte Maaß zudem einige anstehende Entscheidungen, bei denen auch grüne Inhalte eine wichtige Rolle spielen. So führte er unter anderem die Umgehung an, das angedachte Fernwärmenetz und die Innenstadtbelebung.

Über den abgelehnten Austritt des Grünen-Stadtrats Gerhard Küster sagte er: Die Fraktion sei dadurch geschwächt, er sei sehr verärgert über die Entscheidung.

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